Energy-Julian und seine Lena von Mega-Feuer in Leipzig betroffen

Leipzig - Vom verheerenden Brand auf einer Großbaustelle im Leipziger Osten waren auch die Radiomoderatoren Lena (37) und Julian Mengler (33) betroffen.

An der Rückseite des für fast 300 Mieteinheiten ausgelegten Wohn- und Geschäftskomplexes an der Prager Straße brannten mehrere Baukräne.
An der Rückseite des für fast 300 Mieteinheiten ausgelegten Wohn- und Geschäftskomplexes an der Prager Straße brannten mehrere Baukräne.  © Einsatzfahrten Leipzig

"Heute Nacht gab's Explosionen in der Nähe unserer Wohnung", berichtete der scheidende "Energy Sachsen"-Moderator Julian am Donnerstag. Er und seine Frau wohnen in Sichtweite des Brandortes. Lena habe die beiden Kaninchen vom Balkon evakuiert, der 33-Jährige selbst war zu diesem Zeitpunkt als Moderator auf einer Party in Stollberg gebucht.

Auch Lena berichtete am Nachmittag über den Vorfall. "Das war ziemlich heftig. Ich wollte Viertel vor eins ins Bett. Auf einmal hat es hier so geknallt und das sieben Mal hintereinander. Ich bin hier echt von der Couch gefallen, es war so gruselig, ich wusste nicht, was abging", so die R.SA-Moderatorin.

Überall sei Rauch gewesen, dichte schwarze Schwaden zogen in den nächtlichen Himmel empor. Und sofort dachte Lena an die eigenen Haustiere.

"Ich bin auf unseren Balkon gestürmt und du konntest da kaum atmen. Dann habe ich unsere Karnickel evakuiert, die haben in der Küche geschlafen. Ich hatte echt Schiss."

Selbst im rund fünf Kilometer entfernten Probstheida waren die Explosionen zu hören.

Rückblick: Das war passiert

Während "Energy Sachsen"-Moderator Julian Mengler auf einer Party gebucht war, musste seine Frau Lena (R.SA) die beiden Hasen vom Balkon evakuieren.
Während "Energy Sachsen"-Moderator Julian Mengler auf einer Party gebucht war, musste seine Frau Lena (R.SA) die beiden Hasen vom Balkon evakuieren.  © Instagram/julianmengler

Etwa um 0.30 Uhr hatten Zeugen die Feuerwehr über den Brand am ehemaligen Technischen Rathaus informiert (TAG24 berichtete).

Dieses wird seit Januar 2018 von der CG-Gruppe umfangreich zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut. Rund 300 Mieteinheiten und mehrere Geschäfte sollen in dem Gebäude an der Prager Straße entstehen. Das geplante Bauende ist für Mitte 2020 vorgesehen.

Als die Einsatzkräfte am Einsatzort eintrafen, brannten drei Autokräne an der Rückseite des zehnstöckigen Gebäudes lichterloh. Zwei brannten komplett aus, der dritte wurde schwer beschädigt. An einem auf dem Grundstück abgestellten Bagger wurden ebenfalls Brandspuren gefunden. Es kam zu mehreren Explosionen und Verpuffungen.

Nach ersten Schätzungen beträgt der Sachschaden mehrere Millionen Euro. Dieser betrifft vor allem die Firma, die die Kräne für das Bauprojekt vermietet hat.

"Ich habe mir bereits ein Bild des Tatortes gemacht", sagte Dirk Münster, der Leiter der Abteilung Staatsschutz im Landeskriminalamt (LKA) Sachsen. "Ein politisch motivierter Hintergrund der Tat kann hier nicht ausgeschlossen werden, insbesondere am heutigen Datum, dem Tag der Deutschen Einheit." Es werde aber in alle Richtungen ermittelt.

Es kann nur von Glück gesprochen werden, dass die Baukräne nicht umstürzten und somit Anwohner oder Passanten zu Schaden gekommen sind. Laut Münster wurde daher durch die Täter "auch eine Gefährdung der Menschen auf anliegenden Grundstücken oder Benutzern der Straße in Kauf genommen". Zeitweise mussten vier umliegende Wohnhäuser evakuiert werden.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (61, SPD) sprach von einem "Terroranschlag", Polizeipräsident Torsten Schultze sagte, die Täter hätten "jeglichen Wertekompass verloren" und "verbrecherisch" agiert.

Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismusmus-Abwehrzentrum des LKA übernahm die Ermittlungen. Zeugen wenden sich bitte an die Kripo unter Tel. 034196646666.

Unter massiver Rauchentwicklung brannten die Baukräne, mehrere Gasflaschen explodierten.
Unter massiver Rauchentwicklung brannten die Baukräne, mehrere Gasflaschen explodierten.  © Silvio Bürger
Am Morgen nach dem Brand rückten Kriminaltechniker an. An der Fassade sind deutliche Rußspuren zu erkennen.
Am Morgen nach dem Brand rückten Kriminaltechniker an. An der Fassade sind deutliche Rußspuren zu erkennen.  © Einsatzfahrten Leipzig
Offenbar verübten die Täter den Anschlag auf die Immobiliengesellschaft CG-Gruppe. Laut eigenen Aussagen ist diese Deutschlands größter Mietwohnungsentwickler.
Offenbar verübten die Täter den Anschlag auf die Immobiliengesellschaft CG-Gruppe. Laut eigenen Aussagen ist diese Deutschlands größter Mietwohnungsentwickler.  © dpa/Sebastian Willnow

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