Leipziger Unfallfahrer ließ seine verletzte Familie einfach sitzen

Leipzig - Was für ein erbärmlicher Feigling: In Leipzig hat ein 27-Jähriger einen schweren Unfall verursacht. Statt sich um seine Familie zu kümmern, ließ er Kind, Frau, Mutter verletzt im Auto zurück und ging stiften.

Polizisten stehen vor dem demolierten blauen Fiat (l.) des Unfallfahrers. In dem Wagen ließ er seine verletzte Familie zurück.
Polizisten stehen vor dem demolierten blauen Fiat (l.) des Unfallfahrers. In dem Wagen ließ er seine verletzte Familie zurück.  © Einsatzfahrten Leipzig

Der Unfall ereignete sich am Dienstagabend auf der Berliner Brücke, einer mehrspurigen Bahnüberführung im Norden Leipzigs (TAG24 berichtete). Der Fiat-Fahrer war trotz roter Ampel über die Brückenkreuzung gerast und frontal mit einem links abbiegenden Ford zusammengestoßen.

Was dann passierte, verschlug nicht nur dem leicht verletzten Ford-Fahrer (58) die Sprache.

Der Unfallverursacher stieg aus seinem Wagen, schaute sich kurz um und rannte dann weg. Zurück im demolierten Fiat blieben die Mutter (53), die Frau (23) und die weinende Tochter (3) des Rot-Fahrers.

"Alle drei wurden bei dem Unfall verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden", berichtete Polizei-Sprecherin Maria Braunsdorf.

Weit kam der Slowake allerdings nicht. Nach der Unfallflucht-Meldung schwärmten Polizeistreifen aus, lokalisierten den Feigling und nahmen ihn fest.

Die Gründe seiner Flucht wurden den Beamten schnell gewahr: "Er roch nach Alkohol, hatte keine Fahrerlaubnis, dafür einen offenen Haftbefehl", so Braunsdorf. Der Alkomat-Test vor Ort ergab einen Wert von 1,3 Promille. Nach einem Zwischenstopp in einer Klinik kam der Rabenvater in den Knast.

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