Bewährungsstrafe für Polizisten, der LEGIDA-Gegendemonstranten attackierte

Das Video soll zeigen, wie brutal die Polizei bei der Auflösung der Sitzblockade vorging.
Das Video soll zeigen, wie brutal die Polizei bei der Auflösung der Sitzblockade vorging.

Leipzig - Er soll einen Gegendemonstranten grundlos geschlagen haben. Dafür büßt ein Bereitschaftspolizist aus Dresden nun mit einer Bewährungsstrafe.

Der Vorfall ereignete sich am 20. April 2015 in Leipzig. Die islamfeindliche Gruppierung LEGIDA marschierte in der Messestadt auf, tausende Gegendemonstranten stellten sich ihnen entgegen. Unter ihnen auch die Opfer des Bereitschaftspolizisten Nico S. (28) (TAG24 berichtete).

Der Beamte schlug einem Gegendemonstranten mit der Faust ins Gesicht und versprühte ohne jede Vorwarnung Reizgas, als Gegendemonstranten die Straße mit einer Sitzblockade versperren wollten.

Wie die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG berichtet, war es an diesem Tag jedoch nicht Aufgabe des Polizisten, in das Geschehen einzugreifen. Er war stattdessen - mit einer Videokamera ausgestattet - zur Beweissicherung eingeteilt.

Am Dienstag wurde der Polizist nun vor dem Amtsgericht Leipzig für seine Taten belangt. Nico S. wurde zu neun Monaten Haft auf Bewährung sowie einer Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro, die dem Verein Opferhilfe zugute kommt, verurteilt.


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