"Black Triangle"-Zukunft: Stadt Leipzig lehnt Kauf ab

Leipzig - Die Stadt Leipzig lehnt einen Kauf des bis vorige Woche besetzten Bahngeländes "Black Triangle" ab.

Etwa 500 Demonstranten zogen am Tag nach der Durchsuchung durch den Leipziger Süden.
Etwa 500 Demonstranten zogen am Tag nach der Durchsuchung durch den Leipziger Süden.  © Dirk Knofe

Das Areal sei erheblich mit Schadstoffen belastet und es gebe hohe Anforderungen des Denkmalschutzes, teilte die Stadt am Montag mit.

Ein Grundstückskauf beinhaltete daher hohe Risiken für den Steuerzahler und sei nicht realistisch. Zunächst einmal sei die Bahn als Eigentümer des Grundstücks in der Pflicht.

Das Gleisdreieck war vor gut zwei Jahren von Linksautonomen besetzt worden. Sie richteten dort eine Art Kulturzentrum ein. Vergangene Woche hatte die Polizei das Gelände durchsucht und faktisch geräumt (TAG24 berichtete). Es wurde an die Bahn übergeben. Das Unternehmen hatte erklärt, offen für einen Verkauf zu sein.

Einen Tag nach den Durchsuchungen, an denen etwa 150 Polizeibeamte beteiligt waren, demonstrierten rund 500 Menschen im Leipziger Süden (TAG24 berichtete). Die Linksautonomen wollen laut eigenen Aussagen "das Gelände zurück und es tatsächlich basisdemokratisch und emanzipatorisch nutzen und gestalten."

150 Polizeibeamte waren an den Durchsuchungsmaßnahmen letzte Woche Dienstag beteiligt.
150 Polizeibeamte waren an den Durchsuchungsmaßnahmen letzte Woche Dienstag beteiligt.  © Alexander Bischoff
Die Stadt Leipzig will das "Black Triangle" nicht kaufen.
Die Stadt Leipzig will das "Black Triangle" nicht kaufen.  © DPA

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