In diesem sächsischen Haus gibt es alles was man braucht

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (r.) lässt sich von 
Ortsbürgermeister Thomas Böge (M.) die Einrichtung erklären.
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (r.) lässt sich von Ortsbürgermeister Thomas Böge (M.) die Einrichtung erklären.  © fotojump

Böhlitz - Landarzt, Sparkasse, Physiotherapeut, Friseur - und alle in einem Raum. Im 725-Seelen-Dorf Böhlitz (Kreis Leipzig) eröffnete am Montag Sachsens erstes Multifunktionshaus.

Zuerst verschwanden die Läden, dann die Bankfilialen, die Gasthöfe, die Landärzte und schließlich die jungen Leute. 

Die Landflucht lässt überall in Sachsen Dörfer vergreisen - Hunderte Orte abgekoppelt von Dienstleistung und Versorgung.

„Multiple Häuser“ nennt sich ein deutschlandweites Projekt, das die Versorgung in der ausblutenden Provinz wenigstens halbwegs sicherstellen soll. 

Die alte Dorfschule in Böhlitz ist nun zu Sachsens erstem Multifunktionshaus umgebaut worden.

Und so soll es funktionieren: Montags empfängt hier der Arzt seine Patienten, dienstags die Sparkasse ihre Kunden, mittwochs der Physiotherapeut seine Klienten. 

Am Donnerstag werden Haare geschnitten, freitags Lebensmittel verkauft. Am Wochenende gehört das Multifunktionshaus den Skatbrüdern, Chordamen und Tanzschülern.

Zur Eröffnung schaute am Montag auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (59, CSU) vorbei. Dessen Haus hat das Projekt mit 100.000 Euro gefördert.





Ganz in Terracotta erstrahlt die alte Dorfschule als neues 
Multifunktionshaus.
Ganz in Terracotta erstrahlt die alte Dorfschule als neues Multifunktionshaus.  © fotojump

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