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Kein Geld für Strandwächter: Drohen jetzt mehr Badetote?

Leipzig/Boxberg - Weil knausrige Kommunen den Strandwächtern an Sachsens Badeseen zunehmend den Geldhahn zudrehen, stehen an den Ufern immer weniger Rettungsschwimmer.
Aktive der Deutschen Lebens-Rettungs- Gesellschaft (DLRG) bei einer Übung am Kiessee Birkwitz-Pratzschwitz. Mario Weiß aus Görlitz und Conrad Zieger aus Heidenau simulieren die Wiederbelebung eines verunglückten Tauchers.
Aktive der Deutschen Lebens-Rettungs- Gesellschaft (DLRG) bei einer Übung am Kiessee Birkwitz-Pratzschwitz. Mario Weiß aus Görlitz und Conrad Zieger aus Heidenau simulieren die Wiederbelebung eines verunglückten Tauchers.

Von Jan Berger

Leipzig/Boxberg - Müssen wir künftig mit noch mehr Badetoten rechnen? Weil knausrige Kommunen den Strandwächtern an Sachsens Badeseen zunehmend den Geldhahn zudrehen, stehen an den Ufern immer weniger Rettungsschwimmer. Die Notruf-Experten warnen.

Ende Mai am Kulkwitzer See (bei Leipzig): Eine 31-Jährige bekam während eines Tauchgangs Panik und schnellte aus 15 Metern Tiefe nach oben. Zum Glück war die Wasserwacht des DRK vor Ort, konnte die Verletzte stabilisieren und den Notarzt rufen.

Fast zeitgleich ertrank im Markkleeberger See ein 16-jähriger Junge. Dort gibt es keine Wasserwacht. Als die alarmierte Feuerwehr nach 50 Minuten mit einem Rettungsboot eintraf, hatten Badegäste den leblosen Körper bereits an den Strand gezogen.

Segelboote pflügten Samstag über den Bärwalder See. Badegäste sah man hingegen kaum.
Segelboote pflügten Samstag über den Bärwalder See. Badegäste sah man hingegen kaum.

Schauplatz Cospudener See: Tausende Badegäste überfüllen hier an den Wochenenden die Strände. Rettungskräfte müssten sich durch kilometerlange Blechschlangen kämpfen. Denn eine Wasserwacht vor Ort sucht man seit 2012 vergebens - bis dahin hatte das DRK dort gewacht.

Wasserwacht-Landesreferent Joachim Weiß: „An vielen Gewässern des Leipziger Südraumes gibt es keine Bewachung.“ Für die Betreiber der Seen - meist die Kommunen - ist die Bewachung keine Pflichtaufgabe. So lange es keinen Eintritt kostet, müssen sie nur „Baden auf eigene Gefahr“-Schilder aufstellen.

Die satten Einnahmen aus den Parkplatzgebühren investieren die Städte dann lieber in bunte Werbebroschüren für ihre unbewachten Strände.

Ein DRK-Rettungsschwimmer der Wasserwacht Dresden überwacht aufmerksam den Badebetrieb.
Ein DRK-Rettungsschwimmer der Wasserwacht Dresden überwacht aufmerksam den Badebetrieb.

Laut Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) stieg bundesweit die Zahl der Badetoten binnen eines Jahres um 25 Prozent auf 488 - davon gab es 19 in Sachsen.

Präsidiumsmitglied Frank Villmow: „Die Retter müssen 2016 mit mehr Einsätzen rechnen. Auch weil Flüchtlinge oft nicht so gut schwimmen können, die Gefahren unterschätzen.“ Selbst an vielen ausgewiesenen EU-Badegewässern Sachsens gibt es keine Bewachung oder nur noch „Schmalspur-Baywatch“ an den Wochenenden, etwa an der Talsperre Pöhl.

Tilo Wester von der DLRG Sachsen: „Zwei Leute reichen für ein so umfangreiches Gebiet der Badeseen nicht aus. Denn schon ein Boot braucht normalerweise drei Retter.“

Doch ausgerechnet am größten Freizeitparadies Sachsens - dem Bärwalder See - gibt es in diesem Jahr keine Wasserwacht mehr. Der Bürgermeister von Boxberg hat DRK und DLRG erklärt, er habe dafür einfach kein Geld. Dabei wäre es bitter nötig.

Die DLRG barg im vorigen Jahr an einem einzigen Tag vier gekenterte Segler. Bernd Müller, der bis dahin am Bärwalder See wachte, zog ständig entkräftete Schwimmer oder liegengebliebene Surfer ans Land.

Die müssen ab sofort ohne ihn auskommen. Müller: „Man fragt sich, was so ein Menschenleben wohl wert ist?“

Infos Wasserwacht

Blick durch die Türscheibe: Die Rettungswache am Bärwalder See in Klitten ist verwaist.
Blick durch die Türscheibe: Die Rettungswache am Bärwalder See in Klitten ist verwaist.

Die Retter von der DLRG Sachsen (3600 Mitglieder) und die Wasserwacht des DRK (5000 Mitglieder, davon 3500 Rettungsschwimmer) arbeiten ehrenamtlich und erhalten für ihren Dienst eine geringe Aufwandentschädigung.

Die DLRG hat 2015 bundesweit 673 Menschen oft in letzter Minute vorm Ertrinken bewahrt, die DRK-Wasserwacht rettete allein in Sachsen 24 Menschen das Leben.

Hilfe!!! Schlimme Badeunfälle könnte es in diesem Sommer häufi ger geben, denn immer weniger Strände werden von Rettungsschwimmern bewacht.
Hilfe!!! Schlimme Badeunfälle könnte es in diesem Sommer häufi ger geben, denn immer weniger Strände werden von Rettungsschwimmern bewacht.

Fotos: DRK, Daniel Förster, Amac Garbe

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