Brandanschlag auf Telekom-Autos in Leipzig

Leipzig - Offenbar als Reaktion auf die Verhaftung zweier Gesinnungsgenossen haben Linksextremisten in der Nacht in Leipzig einen Brandanschlag auf den Fuhrpark der Telekom verübt.

Hier im Innenhof der Leipziger Telekomzentrale zündeten die Brandstifter zwei Firmenwagen an.
Hier im Innenhof der Leipziger Telekomzentrale zündeten die Brandstifter zwei Firmenwagen an.  © Alexander Bischoff

Gegen 0.30 Uhr gingen hinter der Telekom-Zentrale an der Brandenburger Straße zwei Ford Focus in Flammen auf. Obwohl die Feuerwehr binnen Minuten vor Ort war, konnte sie die Firmenwagen nicht mehr retten. Die Kombis brannten aus.

Am Nachmittag bekannten sich Linksextremisten im Internet zu dem Anschlag. "Unsere Motivation waren die Verhaftungen dreier unserer Gefährt*innen und die Einkerkerung zweier eben dieser", heißt es in einem auf Indymedia veröffentlichten Schreiben.

Gemeint ist offenbar die Verhaftung zweier Männer (22, 26) nach den Ausschreitungen am 9. Juli in der Hildegardstraße. Dort war der zunächst friedliche Protest von 500 Menschen gegen die Abschiebung eines Syrers in Gewalt umgeschlagen (TAG24 berichtete).

Gegen die Inhaftierten wird seither wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Den Fall des Brandanschlags hat die Ermittlungsgruppe Linksextremismus am LKA übernommen.

Mehr zum Thema Leipzig Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0