"Leipzig liest weltoffen" kämpft gegen Rechts auf der Buchmesse

Leipzig - Vom 21. bis 24. März findet die Leipziger Buchmesse statt. Mit dabei ist in diesem Jahr auch das Bündnis "Leipzig liest weltoffen".

Die diesjährige Leipziger Buchmesse findet vom 21. bis 24. März statt.
Die diesjährige Leipziger Buchmesse findet vom 21. bis 24. März statt.  © DPA

Das setzt sich zusammen aus verschiedenen Vereinen und Bündnissen, die sich gegen Rechtspopulismus einsetzen. Bereits im Dezember 2018 hatte sich das Bündnis "Leipzig nimmt Platz" in einem offenen Brief an die Veranstalter der Leipziger Buchmesse gewendet und einen ständigen Lesestand unter dem Thema "Zivilcourage für gelebte Vielfalt" initiiert.

Daraus wurde nun "Leipzig liest weltoffen". Zu dem Bündnis gehören Leipzig. Courage zeigen e.V. als Trägerverein, Leipzig nimmt Platz, Verlage gegen rechts, Zeignerhaus e.V., Studierende des DLL, Say it loud e.V. und Literatur statt Brandsätze / Lauter Leise e.V. . Vor allem angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen soll ein starkes Zeichen "für Weltoffenheit in unserer Stadt" gesetzt werden, so die Vereine.

Im letzten Jahr hatte beispielsweise die Präsenz des rechten Verlags COMPACT für eine Welle des Protests gesorgt. Die Leipziger LINKE forderte, den Verlag auf der Messe zu verbieten - ohne Erfolg (TAG24 berichtete). Oberbürgermeister Burkhard Jung (61, SPD) berief sich damals auf die Meinungsfreiheit.

Im Vorfeld zur Buchmesse wollen die Aktivisten außerdem am 20. März eine Kundgebung auf dem Augustusplatz abhalten. "[Wir] rufen alle Leipziger*innen, Aussteller*innen und Messebesucher*innen dazu auf, sich gemeinsam mit uns gegen das Erstarken der Rechten zu stellen und ein Zeichen für eine starke Zivilgesellschaft, Demokratie und Pluralismus zu setzen. Wir wollen jeden Ort und die Messe als Raum für den freien Austausch von Ideen und Menschen, unabhängig davon, woher sie sind, was die denken und warum sie hier sind", heißt es in dem Aufruf.

Dafür wollen die Aktivisten am Tag der feierlichen Messeeröffnung auf die Straße gehen.

Titelfoto: DPA

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