Oberbürgermeister will rechte Verlage auf Leipziger Buchmesse nicht verbieten

Rechte Publikationen, wie das "COMPACT"-Magazin werden auch in Zukunft nicht auf der Leipziger Buchmesse verboten sein.
Rechte Publikationen, wie das "COMPACT"-Magazin werden auch in Zukunft nicht auf der Leipziger Buchmesse verboten sein.  © DPA

Leipzig - Oberbürgermeister Burkhard Jung (59, SPD) spricht sich dafür aus, rechte Verlage nicht von der Leipziger Buchmesse zu verbannen.

Dabei beruft sich das Stadtoberhaupt auf das Recht der Meinungsfreiheit. "Eine Zensur findet nicht statt - so steht es nicht nur im Grundgesetz, sondern auch in den Teilnahmebedingungen der Leipziger Buchmesse. Was wäre das für eine Bücherschau, was wäre das für ein Literaturfest, die für sich beanspruchen festzulegen, was Menschen lesen und hören sollen und was nicht", so der 59-Jährige.

Grundsätzlich hätte jeder das Recht, seine Bücher und damit auch die persönliche Meinung öffentlich vorzustellen, hieß es weiter. Trotzdem drückt Jung seine Meinung klar aus: "Das gilt auch für Meinungen, die vielen - und auch mir persönlich - überhaupt nicht passen", bezieht er Stellung.

"Zugleich müssen wir uns ebenso klar abgrenzen von Meinungen, die dem Grundgesetz entgegenstehen -hier ist die Grenze der Meinungsfreiheit. Sie deckt eben nicht Rassismus und Volksverhetzung."

Erst im Oktober hatten die Fraktion der Leipziger Linke gefordert, rechtspopulistische Verlage und Zeitschriften, wie das "Compact"-Magazin, von der Buchmesse zu verbannen. Ein entsprechender Antrag war eingereicht worden.


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