Trotz Personalmangel: Werden Polizisten hier als Kontrolleure eingesetzt?

Leipzig - Die Leipziger Fraktion des Bündnis 90/Die Grünen regt sich im Netz darüber auf, dass Polizisten in Leipziger Bussen und Bahnen als Fahrkartenkontrolleure eingesetzt werden.

© Ralf Seegers, DPA

"Ist es wirklich gerechtfertigt, zahlreiche Polizisten als Fahrkartenkontrolleure bei der LVB einzusetzen um Schwarzfahrer zu fassen?", echauffiert sich Vorstandssprecher Matthias Jobke im Netz.

Schließlich gäbe es in der Stadt einen Personalnotstand bei der Polizei. Dass die Beamten dann für Aufgaben eingesetzt würden, für die eigentlich die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) zuständig wären, ist für den Politiker untragbar.

Für Jobke ist klar: Nicht die Polizei-Präsenz in den Trams, sondern vielmehr an den Haltestellen und auf dem Nachhauseweg würden das Sicherheitsgefühl der Bürger stärken.

"Der ÖPNV ist eines der sichersten Verkehrsmittel wie selbst die Polizei bestätigt", so der Grünen-Sprecher. Während einer Kontrolle in der vergangenen Woche war unter 64.000 Fahrgästen nur ein Haftbefehl vollstreckt worden. "Das zeigt einmal mehr, wie sicher Bus und Bahn sind."

"Die anlasslosen polizeilichen Kontrollen stellen einen tiefen Einschnitt in die persönliche Freiheit der Bürger dar", so Jobke weiter. Und genau für diese Art von Kontrolle hat die Fraktion kein Verständnis.

Titelfoto: Ralf Seegers, DPA


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