"Keine Kohle für die Kohle!" Demo vor Aufsichtsrat der Stadtwerke Leipzig

Leipzig - Etwa hundert Protestler kamen am heutigen Donnerstagmittag zur Kundgebung des BUND Leipzigs vor den Haupteingang des Heizkraftwerk-Nord der Stadtwerke. Dort tagte der Aufsichtsrat der Leipziger Stadtwerke zum Thema Kohle-Ausstieg.

Etwa 100 Demo-Teilnehmer versammelten sich vor dem Heizkraftwerk-Nord.
Etwa 100 Demo-Teilnehmer versammelten sich vor dem Heizkraftwerk-Nord.  © Anna Gumbert

Die Demonstration war angemeldet worden, nachdem es Berichten zufolge hieß, dass der Kohle-Ausstieg Leipzigs 2023 auf der Kippe stehe. Wie Frank Viereckl von den Leipziger Stadtwerken TAG24 mitteilte, sei dies aber nach wie vor der Plan. "Wir wissen jetzt, was die Maßnahme kosten würde und können verhandeln."

Bisher bezieht die Stadt 60 Prozent der Fernwärme aus dem Kraftwerk Lippendorf. Bis zum 31.12.2022 soll ein neues Gaskraftwerk für die Versorgung der Stadt entstehen. Dafür bedarf es eines langen Genehmigungsverfahrens und natürlich geeigneter Baufirmen.

Zu den Ergebnissen der Verhandlungen hält sich der Konzern bisher bedeckt. Erst, wenn man sich auch mit der Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (LVV) einig geworden ist, werden die Informationen auch den Leipziger Bürgern zugänglich gemacht.

Das macht nicht nur dem BUND Leipzig Sorgen: "Seit Monaten gibt es keine Aussagen aus dem Stadtwerken, ob sie den Kurs für mehr Klimaschutz und Gesundheit ebenfalls vorbereiten. Wir wollen keine Verhandlungen hinter verschlossenen Türen!", so Leipziger Vorsitzende Martin Hilbrecht. Die Fernwärmelieferung aus Lippendorf dürfe auf keinen Fall über 2023 hinweg. verlängert werden.

Der BUND und weitere Leipziger Klimaschutz-Gruppen wie Extinction Rebellion und Fridays For Future waren zusammen mit etwa hundert Demonstranten vor Ort. Ab 13.30 Uhr gab es einige Redebeiträge zur Thematik.

Mit viel Lärm und Rufen versuchten die Protestanden, den Aufsichtsrat der Stadtwerke auf sich aufmerksam zu machen. Dessen Gespräche verliefen natürlich hinter geschlossenen Türen.

Einige Demonstranten fertigten kreative Banner und Plakate.
Einige Demonstranten fertigten kreative Banner und Plakate.  © Anna Gumbert
Fridays For Future, Extinction Rebellion und der BUND waren unter anderem vor Ort.
Fridays For Future, Extinction Rebellion und der BUND waren unter anderem vor Ort.  © Anna Gumbert

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