23-Jähriger zieht Notbremse und rennt durch den Citytunnel

Leipzig - Am Freitagmorgen hat ein verrückter 23-jähriger Mann für Behinderungen im Leipziger S-Bahn-Verkehr gesorgt.

Im Leipziger Citytunnel hat ein 23-Jähriger am Freitagmorgen die Notbremse in einer S-Bahn gezogen und ist auf den Gleisen in die Röhre gerannt. (Archivbild)
Im Leipziger Citytunnel hat ein 23-Jähriger am Freitagmorgen die Notbremse in einer S-Bahn gezogen und ist auf den Gleisen in die Röhre gerannt. (Archivbild)  © Ralf Seegers

Der junge Mann war selbst Fahrgast in einer S-Bahn, stieg in der unterirdischen Haltestelle Bayrischer Bahnhof aus. Dabei zog er die Notbremse des Zuges und stieg mehrfach vor ihm in die Gleise.

Als dann Bundespolizisten eintrafen, flüchtete er über die Gleise in den Citytunnel.

Dieser musste kurzzeitig gesperrt werden. Wenig später wurde der Störenfried gestellt, wehrte sich massiv und versuchte sich loszureißen.

"Nur mit Mühe konnte er aus den Gleisen entfernt und zur Wache im Leipziger Hauptbahnhof gebracht werden", teilte die Bundespolizei mit.

Auf der Wache konnte der aufgebrachte Mann nach zwei Stunden mit Medikamenten des Notarztes ruhig gestellt werden. Er stand unter Drogeneinfluss.

Bei der Überprüfung seiner Personalien kam zum Vorschein, dass nach ihm wegen Diebstahls und Erschleichen von Leistungen per Haftbefehl gesucht wurde.

Staatsanwaltschaft und Amtsgericht hatten ihn zur Fahndung ausgeschrieben.

Aufgrund seines Gesundheitszustands wurde er mit dem Krankenwagen ins Haftkrankenhaus der JVA überführt. Als wäre das nicht schon genug, spuckte er auf dem Weg dorthin einer Sanitäterin ins Gesicht. Die nächsten 30 Tage wird der 23-Jährige nun in Haft verbringen müssen.

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