Compact-Gegner schlagen getäuschtem Eventpalast-Chef etwas vor

Das Aktionsnetzwerk "NoCompact" meldete sich am Tag nach der Konferenz zu Wort.
Das Aktionsnetzwerk "NoCompact" meldete sich am Tag nach der Konferenz zu Wort.  © Frank Schmidt

Leipzig - Die Compact-Konferenz in Leipzig ist vorbei. Jetzt wendet sich das linke Bündnis "NoCompact" mit einer Empfehlung an den Geschäftsführer des Tagungsortes, den Eventpalast.

Eventpalast-Chef Thomas Hristov hatte am Freitagabend schriftlich erklärt, vom Mieter getäuscht worden zu sein. Statt der geplanten Compact-Konferenz soll dieser "Motivationstrainings für Auktionatoren [...]" angemeldet haben (TAG24 berichtete).

"NoCompact" wendete sich hierzu am Sonntag öffentlich an den Eventpalast-Chef. "Da er ankündigte, die Einnahmen spenden zu wollen, empfehlen wir eine Spende an die Seenotrettung Mission Lifeline", sagte die Sprecherin des Aktionsnetzerks, Irena Rudolph-Kokot.

"Damit würde mit dem Geld der rechten Hetzakteure, den vom Hass dieser selbsternannten Abendlandretter besonders Betroffenen echte Hilfe zuteil", so Rudolph-Kokot weiter. Vertreter des Eventpalastes sollen in Gesprächen mit NoCompact-Akteuren eine Spende der Einnahmen erwogen haben.

An den Protesten gegen die Compact-Konferenz auf der Alten Messe hatten am Samstag rund 300 Menschen teilgenommen. NoCompact-Sprecherin Rudolph-Kokot kritisierte den Polizeieinsatz als "äußerst repressiv". Die Polizei habe grundlos massiv verdachtsunabhängige Personenkontrollen durchgeführt und bei jeder Gelegenheit den Protest abgefilmt. Das linke Bündnis will auf eine Auswertung des Einsatzes drängen.

Die Polizei hatte noch am Samstagabend ein positives Einsatzfazit gezogen. Demnach kam es vor dem Tagungsort vereinzelt zu versuchten Übergriffen von Gegendemonstranten auf Teilnehmer der Konferenz. Dabei sei aber niemand verletzt worden (TAG24 berichtete). Die Polizei zeigte drei Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte an sowie zwei Verstöße gegen das Versammlungsgesetz.

Die Compact-Konferenz endete nach Polizeiangaben ohne Vorkomnisse.

Titelfoto: Frank Schmidt


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