Wasserwerfer-Einsatz bei Silvester-Krawallen: Polizei wollte Feuerwehr schützen

In der Silvesternacht löschten Wasserwerfer der Polizei Brände am Connewitzer Kreuz.
In der Silvesternacht löschten Wasserwerfer der Polizei Brände am Connewitzer Kreuz.  © DPA

Leipzig - Nach den Silvester-Krawallen in Leipzig-Connewitz steht noch immer eine Frage im Raum: Warum löschten Wasserwerfer der Polizei die gelegten Brände? Dabei ging es offenbar auch um den Schutz von Feuerwehrleuten.

In der Silvesternacht nahmen Chaoten den Einsatz der Wasserwerfer am Connewitzer Kreuz zum Anlass, die Polizeikräfte mit Böllern, Flaschen und Steinen anzugreifen (TAG24 berichtete).

Vermummte Personen hatten die Brände kurz nach Mitternacht gelegt und weiter angefacht. "Zum gegenseitigen Schutz und für eine schnelle Löschung der Brände wurden zwei Wasserwerfer eingesetzt", erklärte das sächsische Innenministerium auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Juliane Nagel (39, Linke).

Der Polizeiführer habe sich dazu entschlossen, weil die Feuerwehr in der Biedermannstraße sowie im gesamten Stadtgebiet gebunden und bereits angegriffen worden sei. Zudem habe eine "aggressive Stimmung" bei den Personen am Connewitzer Kreuz vorgeherrscht, so das Innenministerium weiter.

211 Beamte der Bereitschaftspolizei, sechs Beamte der Polizeidirektion Leipzig sowie vier Polizisten in ziviler Kleidung waren zum Jahreswechsel am berühmt berüchtigten Kreuz im Einsatz.

Es wurden zwölf Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung.

Titelfoto: DPA


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