Immer mehr Luxusbuden und weniger Grün: Aktivisten gehen auf Barrikaden

Dem Erdboden gleich: Die Bäume im Leopoldpark in Connewitz müssen für ein Großbauprojekt weichen.
Dem Erdboden gleich: Die Bäume im Leopoldpark in Connewitz müssen für ein Großbauprojekt weichen.  © Screenshot/Facebook, Meta Maria Schneider

Leipzig - Schon vor mehreren Tagen hat die Stadt damit begonnen, den Leopoldpark in Connewitz dem Boden gleich zu machen. Doch das wollen die Bewohner nicht widerstandlos hinnehmen.

Ein Baum nach dem anderen wird gefällt: Für ein Großbauprojekt muss eine von Leipzigs immer weniger werdenden Grünflächen weichen. Deshalb haben Aktivisten zum "Cornern" aufgerufen. Am kommenden Sonntag wollen sie ihrem Ärger über die Abholzung in dem Connewitzer Park ab 15 Uhr Luft machen.

Die Stadt wächst und immer mehr Wohnraum wird benötigt. Doch ist das Problem vielleicht ein ganz anderes als Platzmangel? "Immer mehr bezahlbarer Wohnraum verschwindet zugunsten Luxusimmobilien", heißt es in dem Aufruf zum Protest. Damit könnte zum Beispiel auch das Studentenwohnheim am Connewitzer Kreuz gemeint sein, das schon Ziel von Stein- und Farbattacken war (TAG24 berichtete). Apartments für Studierende kosten dort ab 499 Euro aufwärts.

Und noch ein anderer Fall verbreitet Unmut in Connewitz: Ebenfalls für den Bau eines Mehrfamilienhauses soll der Freisitz des "Black Labels", sowie das Gartenprojekt "VAGaBUND" des BUND Leipzig geräumt werden. Wie der Verein TAG24 mitteilte, wurden die Verantwortlichen erst im Oktober vergangenen Jahres darüber informiert. Jetzt ist der BUND auf der Suche nach einem neuen geeigneten Platz für den Gemeinschaftsgarten.

Auf Anfrage von TAG24 äußerte sich die Stadt bisher nicht zu den Fällen.

Schon seit Tagen sind die Arbeiter dabei, die Grünfläche brach zu legen.
Schon seit Tagen sind die Arbeiter dabei, die Grünfläche brach zu legen.  © Screenshot/Facebook, Meta Maria Schneider

Titelfoto: Screenshot/Facebook, Meta Maria Schneider


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