Hier kämpft ein Viertel gegen Luxusbuden

"Bäume statt Investorenträume" - dafür "cornerten" am Sonntagnachmittag Anwohner und Aktivisten im ehemaligen Leopoldpark.
"Bäume statt Investorenträume" - dafür "cornerten" am Sonntagnachmittag Anwohner und Aktivisten im ehemaligen Leopoldpark.  © Birthe Kleemann

Leipzig - Immer mehr Grünflächen müssen in der Stadt Wohnflächen weichen. Im Leopoldpark in Connewitz versammelten sich heut Anwohner und Aktivisten, um ihrem Ärger darüber Luft zu machen.

"Bäume statt Investorenträume" - dafür haben sich am Sonntagnachmittag etliche Menschen auf der brachliegenden Fläche in der Leopoldstraße zusammengefunden. Mit Klappstühlen, Thermoskannen und gesponsortem Essen wurde "gecornert". Auch die Polizei zeigte mit mehreren Einsatzwagen Präsenz.

Seit Montag war der kleine Park abgeholzt worden, um Platz für ein Bauprojekt zu schaffen (TAG24 berichtete). Welches Unternehmen hier bauen wird, ist unklar. Jetzt stehen auf dem freien Feld noch zwei Bäume - Rotbuchen, die unter Naturschutz stehen.

Es ist nicht die erste Grünfläche, die platt gemacht wird. Leipzig wächst, stetig kommen mehr Menschen in die Stadt - und die brauchen Platz. Und viele der neu geschaffenen Wohnungen sind nicht billig. Bezahlbarer Wohnraum verschwindet, um Luxusbuden Platz zu machen. Zum Ärger vieler Bürger. "Das Viertel verändert sich, auf jedem Zentimeter wird gebaut. Aber wer kann sich eine solche Bleibe leisten?", so eine Anwohnerin.

Für sie sind auch Bauprojekte, wie in der Kochstraße, ein Rätsel. In der Nähe des Werk2 wird derzeit ein Mehrfamilienhaus hochgezogen. Die Befürchtung ist, dass Anwohner sich schnell über Lärm beschweren könnten. Am Ende könnte das Auflagen für den Club bedeuten.

Auf der brachliegenden Fläche versammelten sich Etliche, um ein Zeichen zu setzen.
Auf der brachliegenden Fläche versammelten sich Etliche, um ein Zeichen zu setzen.  © Birthe Kleemann
Zwei Bäume wurden übrig gelassen. Die Rotbuchen stehen unter Naturschutz.
Zwei Bäume wurden übrig gelassen. Die Rotbuchen stehen unter Naturschutz.  © Birthe Kleemann

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