Datum für nächste Poggenburg-Kundgebung steht, der Protest aber auch

Leipzig - Schon bei der letzten Kundgebung, die AdPM-Chef André Poggenburg vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hielt, kündigte er einen nächsten Termin an. Diesmal wolle er tatsächlich seinen lang gehegten Plan ausführen und inmitten des linksalternativen Stadtteils Connewitz sprechen. Am 14. August soll das nun stattfinden.

Auf rund 30 Demo-Teilnehmer kamen im Juli hunderte Protestler.
Auf rund 30 Demo-Teilnehmer kamen im Juli hunderte Protestler.  © dpa/Sebastian Willnow

"Der Stadt Leipzig liegt eine Versammlungsanzeige der Partei "Aufbruch deutscher Patrioten (AdPM)" für den 14. August 2019 unter dem Motto "Gegen LINKE Intoleranz und Aggression" vor", bestätigt Helmut Loris, der Leiter der Leipziger Ordnungsamts gegenüber TAG24.

Rund 100 Teilnehmer wollen sich zwischen 18 und 20 Uhr in der Brandstraße in der Nähe der Hausnummer 15 versammeln. Wie auch die Male zuvor möchte sich Poggenburg also direkt vor den Parteibüros des Kollektiv "LinXXnet" positionieren.

Für den gleichen Zeitraum liegt der Stadt bereits eine weitere Versammlungsanzeige vor. Zwischen 16 und 22 Uhr möchte das "LinXXnet" einen Aufzug unter dem Motto "Alle zusammen gegen den Faschismus" von der Brandstraße 15 über die Windscheidstraße, Gustav-Freytag-Straße, Kochstraße und Scheffelstraße zurück zum Ausgangspunkt durchführen. "Veranstalterseits werden rund 500 Teilnehmer erwartet", bestätigt Helmut Loris.

Der 14. August ist bereits der fünfte Versuch von André Poggenburg, mit seiner Partei "Aufbruch deutscher Patrioten Mitteldeutschland" eine Kundgebung im Leipziger Süden zu organisieren.

Letzte Kundgebung wegen erhöhten Sicherheitsrisikos abgesagt

Auch für den 14. August ist bereits eine Gegendemonstration angekündigt.
Auch für den 14. August ist bereits eine Gegendemonstration angekündigt.  © Birthe Kleemann

Die letzte Kundgebung Mitte Juli wurde noch am selben Tag statt in die Brandstraße vor das Bundesverwaltungsgericht verlegt - wie die Stadt Leipzig begründete wegen einem erhöhten Sicherheitsrisiko. (TAG24 berichtete)

In der Nacht vor der Kundgebung war die Polizei Leipzig bereits verstärkt Streife durch Leipzig-Connewitz gefahren. Dabei wurden von den Beamten Flyer festgestellt, mit denen die Anwohner aufgefordert wurden, ihren Sperrmüll auf die Straße zu stellen und die Hinterhöfe zu öffnen, um "den Bullen und Poggenburgs Faschohaufen den Tag so scheiße wie möglich zu machen, wie es auf den Flyers hieß.

Die Polizei Leipzig hatte schon Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern gesammelt, um die Kundgebung zu begleiten. Auf 30 Teilnehmer des Poggenburg-Events kamen letztendlich mehrere hunderte Gegenprotestanten.

"Das ist eine Klatsche für die Demokratie, das Grundgesetz und die Stadt Leipzig", kommentierte Poggenburg die Verlegung damals und kündigte an, das nächste Mal auf jeden Fall in Connewitz aufzutreten. Bis dahin möge die Stadt Leipzig "ihre Hausaufgaben gemacht haben (...)".

Ob die Demo dieses Mal tatsächlich in Connewitz stattfindet, bleibt wieder einmal abzuwarten - bis zuletzt.

Gut möglich, dass die Kundgebung abermals vors Bundesverwaltungsgericht ausweichen muss.
Gut möglich, dass die Kundgebung abermals vors Bundesverwaltungsgericht ausweichen muss.  © Birthe Kleemann

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