Nach untersagter Connewitz-Demo: André Poggenburg tritt unter Protest vor Gericht auf

Leipzig - Ex-Afd-Chef Poggenburg wurde zum wiederholten Male eine Demo durch Leipzig-Connewitz verwehrt. Trotzdem erschien er am Mittwoch mit einer kleinen Schar Anhänger vor dem Bundesverwaltungsgericht.

Abermals kündigte Poggenburg eine Demo in Connewitz vor den Landtagswahlen an.(Symbolbild)
Abermals kündigte Poggenburg eine Demo in Connewitz vor den Landtagswahlen an.(Symbolbild)  © Ralph Koehler/propicture/ Screenshot Twitter Leipz

Gegen 18 Uhr erschien André Poggenburg und etwa 22 seiner Anhänger der Partei "Aufbruch deutscher Patrioten" (ADPM) auf dem Simsonplatz neben dem Bundesverwaltungsgericht.

Wie das Bündnis "Leipzig nimmt Platz" berichtete, war die Polizei mit einer kleinen Reiterstaffel vor Ort, der Kundgebungsort durch Absperrungen größtenteils eingezäunt.

Zwischen den Redebeiträgen verlangten die AdP die Räumung der Gegendemonstranten. Diese wären zu laut und würden die Versammlung stören.

Schon im Mai hatte der Ex-AfD-Chef aus Sachsen-Anhalt zu der Kundgebung "70 Jahre Grundgesetz und Bedrohung durch linksaußen" und einem anschließenden "Protestspaziergang" aufgerufen.

Dieser soll am "linXXnet", dem Projekt- und Abgeordnetenbüro der Leipziger LINKEN, vorbeiführen.

Laut der Stadt Leipzig sei im Leipziger Süden mit Ausschreitungen durch möglichen Gegenprotest zu rechnen. Deshalb wurde die Demo auf den Simsonplatz verlegt. Poggenburg sieht das als Versagen des Rechtstaats, gegen den "linken Terror" in Leipzig vorzugehen.

Gegen 20 Uhr wurde die Demo aufgelöst. Abermals gab es die Ankündigung von Poggenburg, dass es vor der Landtagswahl im September 2019 eine Demo in Leipzig-Connewitz geben soll.

Mehr zum Thema Leipzig Politik:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0