Nach dem Fall Rauscher: Studenten gehen auf "Rassisten-Jagd"

Hunderte Studenten mobilisierten sich vor zwei Wochen in einer Protestaktion gegen den Hetz-Professor Thomas Rauscher.
Hunderte Studenten mobilisierten sich vor zwei Wochen in einer Protestaktion gegen den Hetz-Professor Thomas Rauscher.

Leipzig - Nachdem der Vorfall um den Jura-Professor Thomas Rauscher (62) in Deutschland für Aufsehen sorgte, wollen Studenten der Uni Leipzig nun an Lehreinrichtungen im ganzen Land gegen Diskriminierung kämpfen.

"Euch werden von der Uni Lehrende vorgesetzt die sich menschenverachtend in Veranstaltungen oder im Internet äußern? Schickt uns Zitat, Namen, Fakultät, Uni und soweit vorhanden 'Beweismaterial' [...] und sorgt mit uns dafür, dass diskriminierende Verhaltensweisen weder unbemerkt bleiben, noch geschützt werden!" So ruft die Initiative "Rauscht ab" auf Facebook Studenten in ganz Deutschland zur Gegenwehr auf.

Die Hetz-Kommentare des Leipziger Professors auf Twitter hatten in den letzten Wochen hohe Wellen geschlagen.

Innerhalb weniger Tage mobilisierten sich Tausende gegen den Juristen, am vergangenen Dienstag übergaben Protestler dem Rektorat der Universität Leipzig eine Petition, in der über 17.000 Menschen die Entlassung Rauschers mit ihrer Unterschrift forderten (TAG24 berichtete).

Nun soll an deutschen Unis "Beweismaterial" gesammelt werden, um auch außerhalb der Universität Leipzig gegen Diskriminierung vorzugehen. "Rauscher ist kein Einzelfall, das wissen wir alle", bekräftigen die Mitglieder der Initiative.

Die Initiative "Rauscht ab" ruft zur "Jagd" auf Rassisten an deutschen Unis auf.
Die Initiative "Rauscht ab" ruft zur "Jagd" auf Rassisten an deutschen Unis auf.  © DPA

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0