"Tante Emma bleibt!" Linke werben für sächsische Dorfläden

Deutzen/Leipzig - Die Linken werben im sächsischen Wahlkampf für den Erhalt von Dorfläden. Unter dem Motto "Tante Emma bleibt!" ist die Partei deshalb mit einem mobilen Geschäft unterwegs.

Rico Gebhardt stellte sich selbst hinter den Verkaufstresen eines mobilen Tante-Emma-Ladens.
Rico Gebhardt stellte sich selbst hinter den Verkaufstresen eines mobilen Tante-Emma-Ladens.  © Facebook/Rico Gebhardt

Spitzenkandidat Rico Gebhardt (56) stellte am Donnerstag in Deutzen (Landkreis Leipzig) einen Zehn-Punkte-Plan zu dem Thema vor.

Er sieht unter anderem eine Landesförderung für solche Initiativen, die Integration von Langzeitarbeitslosen und die Gründung von Genossenschaften vor.

"Das Ladensterben auf dem Land bewegt viele Menschen", erklärte Gebhardt. Er habe deshalb im Landtag mit einer Anfrage an die Regierung die Situation und Zukunft der Dorfläden in Sachsen erkunden wollen.

"Denn diese Orte der Begegnung sind besonders in kleinen Gemeinden in der Vergangenheit viel zu oft verloren gegangen – ob der Bäcker um die Ecke, die kleine Einkaufsmöglichkeit im Ortsteil, die Kneipe oder das Vereins- und Kulturhaus im Dorf."

Gebhardt zufolge fiel die Antwort von Wirtschaftsministers Martin Dulig mehr als enttäuschend aus: "Er weiß nicht mal, wo Menschen in den letzten zehn Jahren eine Neugründung im Bereich der Nahversorgung gewagt haben, und ein eigenes Förderprogramm des Landes dafür gibt es auch nicht."

Gebhardt erinnerte daran, dass die Linken ein öffentlich gefördertes Nahversorgungsnetz in ihrem Wahlprogramm festgeschrieben haben.

Der Spitzenkandidat der Linken, Rico Gebhardt (56).
Der Spitzenkandidat der Linken, Rico Gebhardt (56).  © Holm Helis

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