Sind unsere Parks und Spielplätze Giftschleudern?

Glyphosat wird in ganz Deutschland eingesetzt.
Glyphosat wird in ganz Deutschland eingesetzt.  © DPA

Leipzig - Die Fraktion der Partei DIE LINKE fordert von der Stadt den sofortigen Verzicht auf Pestizide wie Glyphosat.

Das Gift wird in der Stadt unter anderem in Parks, auf Spielplätzen, Friedhöfen und an Straßenrändern eingesetzt. Die Mitglieder der Linken wollen das jetzt stoppen. In einer Vorlage fordert die Partei: "Die Stadt Leipzig verzichtet ab sofort auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die Glyphosat und andere Herbizide enthalten."

Private Unternehmen sollten im Auftrag der Stadt vertraglich dazu verpflichtet werden, zur Pflege von Grün-, Sport- und Verkehrsflächen auf das Pestizid zu verzichten. Glyphosat ist eines der am häufigsten in Deutschland eingesetzten Herbizid. Das Mittel ist stark umstritten. Erst im November wurde in Deutschland entschieden, dass das Gift weiterhin verwendet werden darf.

Für DIE LINKE ein Unding: "Gerade in Parkanlagen und auf Spielplätzen kommen insbesondere Kinder immer wieder mit dem Boden in Berührung. Gift hat dort deshalb nichts zu suchen. Es ist daher richtig, dass wir als Stadt Leipzig – unabhängig von der weiteren Zulassung von Glyphosat – auf dieses Mittel verzichten", so die Leipziger Fraktion.

In Dresden wurde durch die Stadtverwaltung bereits freiwillig auf den Einsatz von Glyphosat verzichtet. Daran sollte sich auch Leipzig ein Beispiel nehmen: "Glyphosat und andere Breitbandherbizide tragen nachweislich zum Verlust der Artenvielfalt bei. Sie beseitigen jeglichen Wildpflanzenwuchs, so dass Insekten, Schmetterlinge und Vögel keine Nahrung mehr finden", warnen DIE LINKEN.

Es sei ein gewinn, wenn Städte wie Dresden bedrohten Vogel- und Insektenarten Lebensräume und Nahrung bieten könnten.

Titelfoto: DPA


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