Drittes Geschlecht in Sachsen? Nur in dieser Stadt gibt's offiziell diverse Menschen

Sachsen - Sachsens Standesämter haben bisher nur wenige Anträge auf eine Eintragung des dritten Geschlechts bekommen.

Seit Januar kann in Deutschland formell das dritte Geschlecht "divers" angenommen werden.
Seit Januar kann in Deutschland formell das dritte Geschlecht "divers" angenommen werden.  © Peter Steffen/dpa

Nur in Leipzig hätten bis Anfang April dieses Jahres zwei Personen formell das dritte Geschlecht angenommen, teilte die Stadtverwaltung Leipzig mit. Davor galten die beiden als Frauen.

In Dresden, Chemnitz und Bautzen habe es noch keine Änderungsanträge für das dritte Geschlecht gegeben.

Seit Januar diesen Jahres können intersexuelle Menschen sich im Geburtenregister als divers registrieren lassen und müssen sich somit nicht für männlich oder weiblich entscheiden.

Der Bundestag hatte die Einführung des dritten Geschlechts Mitte Dezember 2018 beschlossen. Damit setzte das Parlament eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts um.

Eine Kampagnengruppe um die intersexuelle Vanja aus Leipzig hatte zuvor geklagt. Die Pflicht, einen Menschen dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuzuordnen, hatte das Bundesverfassungsgericht als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht und das Diskriminierungsverbot gewertet.

Vanja aus Leipzig wurde als Frau geboren, fühlt sich aber keinem Geschlecht zugeordnet. Sie klagte und bekam recht.
Vanja aus Leipzig wurde als Frau geboren, fühlt sich aber keinem Geschlecht zugeordnet. Sie klagte und bekam recht.  © Peter Steffen/dpa

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