Muss die Stadt wegen fehlender Kita-Plätze blechen?

Erst am 13. Mai hatte es einen Massenansturm auf die Kita "Tillij" in der Südvorstadt gegeben: Zu wenig Plätze für zu viele Kinder!
Erst am 13. Mai hatte es einen Massenansturm auf die Kita "Tillij" in der Südvorstadt gegeben: Zu wenig Plätze für zu viele Kinder!  © DPA

Leipzig/Dresden - Kita-Plätze sind in der Messestadt rar gesäht. Noch im März waren über 1000 Kinder ohne Betreuungsplatz (TAG24 berichtete). Könnte das die Stadt Leipzig nun teuer zu stehen kommen?

Im Juni wird darüber das Oberlandesgericht Dresden entscheiden. Es geht um einen Fall, in dem drei Mütter aus Leipzig im vergangenen Oktober beim Bundesgerichtshof (BGH) auf Schadensersatz geklagt hatten.

Aufgrund des fehlenden Kita-Platzes konnten sie ihre Arbeit erst verspätet wieder antreten, machten Verdienstausfall geltend. Das Gericht gab ihnen Recht. Wie die LVZ berichtet, sei allerdings noch nicht klar, wann nun das endgültige Urteil in Dresden gesprochen wird. Die mündliche Verhandlung beim 1. Zivilsenat ist für den 19. Juni angesetzt.

Die Frauen bekommen allerdings nur dann Geld, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Stadt Leipzig Schuld war an der verspäteten Bereitstellung der Betreuungsplätze.

Sollten sie Recht erhalten, könnte dies ein Parade-Beispiel für hunderte weitere verärgerte Eltern in Leipzig sein.


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