Leipzig und Dresden bleiben dreckig: kein Diesel-Verbot

Dieselfahrzeuge dürfen auch in Zukunft auf Leipzigs und Dresdens Straßen fahren.
Dieselfahrzeuge dürfen auch in Zukunft auf Leipzigs und Dresdens Straßen fahren.  © DPA

Leipzig/Dresden - Im Kampf gegen gesundheitsschädigende Stickoxide denken Dresden und Leipzig derzeit nicht über Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge nach.

Die Stickstoffdioxid-Belastung in beiden Städten sei vergleichsweise gering, teilten die Stadtverwaltungen am Dienstag auf Anfrage mit. Wegen zu hoher Stickoxidbelastung hatte die EU-Kommission hatte in der Vergangenheit Ermittlungsverfahren gegen einige Städte in Deutschland eingeleitet (TAG24 berichtete).

Leipzig setzt demnach zunächst darauf, die Verkehrsführung auf belasteten Straßen anzupassen. So sollen an den Hotspots weniger Autos fahren. Außerdem sollen die Autos weniger oft anhalten und wieder anfahren müssen.

Mittelfristig will die Stadt dafür sorgen, dass weniger Holz und Kohle beim Heizen zum Einsatz kommen. Auch sollen künftig Stickstoffdioxid-Standards für Maschinen gelten, zum Beispiel auf dem Bau.

Dresden will seinen Bus-, Bahn- und Radverkehr stärken. Im Herbst werde der neue Luftreinhalteplan vorgelegt, der weitere Maßnahmen bündeln soll, wie Dresdens Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) mitteilte. Sie bemängelte, dass selbst Diesel-Fahrzeuge mit der neuen Euro-6-Norm geltende Grenzwerte nicht einhielten. "Die Autoindustrie nutzt gezielt die Lücken, die ihr durch die Bundesregierung eingeräumt wurden und werden."

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte zuletzt Diesel-Fahrverbote für Bayerns Hauptstadt ins Gespräch gebracht.


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