Urheberrechts-Entscheidung ist durch, doch das wollen Leipziger nicht hinnehmen

Leipzig - Noch immer heißt die Devise "Rettet das Internet"!

Auch in Stuttgart demonstrierten am vergangenen Wochenende rund 10.000 Menschen gegen das neue Gesetz.
Auch in Stuttgart demonstrierten am vergangenen Wochenende rund 10.000 Menschen gegen das neue Gesetz.

Deshalb rufen die Linksjugend Leipzig, die GRÜNE JUGEND Leipzig, die Piratenpartei und die Junge Liberale erneut zur Demonstration auf. Wie schon in den letzten Wochen richtet sich der Protest gegen die bevorstehende Urheberrechtsreform, im Besonderen die heftig kritisierten Artikel 11 und 13. Vor wenigen Stunden stimmte das Europa-Parlament für die Reform (TAG24 berichtete).

Das bedeutet, dass Upload-Plattformen wie YouTube oder Facebook Inhalte, zum Beispiel Fotos, Songs oder Filme, bereits vor dem Hochladen überprüfen sollen. Enthalten sie urheberrechtlich geschütztes Material, dürfen sie gar nicht erst auf der Plattform laden. Bisher wurde diese Kontrolle erst vorgenommen, wenn eine Beschwerde von Rechtsinhabern einging.

In den letzten Wochen gingen Menschen überall in Deutschland gegen das neue Gesetz auf die Straße. So fand am vergangenen Wochenende eine der größten Protestaktionen in München statt. Dort protestierten 40.000 Menschen.

So soll auch am heutigen Dienstag in Leipzig nochmals Kritik geäußert werden. "Unsere letzte Chance, die in der Kritik stehenden Artikel der EU-Urheberrechtsreform zu stoppen besteht darin, dass die Bundesregierung ihre Zustimmung im Rat zurückzieht, sodass die Reform nicht in Kraft treten kann", heißt es in der Veranstaltung auf Facebook.

Protestiert werden soll um 18 Uhr auf dem kleinen Willy-Brandt-Platz vorm Hauptbahnhof.

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