Ist der Hype um Leipzig schon wieder vorbei?

Noch 2015 waren knapp 16 700 Menschen nach Leipzig gezogen. Davon war im ersten Halbjahr 2017 wenig zu spüren.
Noch 2015 waren knapp 16 700 Menschen nach Leipzig gezogen. Davon war im ersten Halbjahr 2017 wenig zu spüren.  © Ralf Seegers/ Picture Point

Leipzig - Die Zahl der Zugezogenen nimmt in der Messestadt immer weiter ab. Ist es schon wieder vorbei mit "Hypezig"?

Die Stadt wächst und wächst, so heißt es seit Jahren. Bis 2030 wird Leipzig eine Rekord-Einwohnerzahl von bis zu 770.000 Menschen vorausgesagt! Und schaut man sich die Zahlen der letzten Jahre an, schien sich dieser Trend auch bestätigt zu haben. Wie aus dem Statistischen Quartalsbericht hervorgeht, zog es allein 2015 fast 16.700 Menschen in die Messestadt!

Nun aber scheint sich die Lage beruhigt zu haben. Zu sehr? Zumindest meldeten im ersten Halbjahr 2017 nur 4013 neue Bewohner ihren Hauptwohnsitz in Leipzig an. Von April bis Ende Juli zogen nur 1266 Menschen dauerhaft in das "kleine Berlin".

Dabei trifft die Stadt doch gerade jede mögliche Vorbereitung für den großen Bevölkerungs-Boom. Während im Zentrum-Süd ein neues Viertel mit Platz für bis zu 3000 Menschen entstehen soll (TAG24 berichtete), wird auch der ehemalige Freiladebahnhof in Eutritzsch als Wohngegend für tausende neue Einwohner hergerichtet (TAG24 berichtete).

War die Stadt zu voreilig mit Schlüssen auf eine rosige Zukunft? Fest steht, dass Rekordzahlen wie 2015 unter anderem auch durch die akute Flüchtlingskrise entstanden, somit einem "Ausnahmezustand" glichen. Und immerhin: Die Geburtenrate in der Messestadt steigt weiterhin stetig an.


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