Entführtes Mädchen aus Leipzig war in "allerhöchster Lebensgefahr"

Der Moment des Zugriffs: Beamte stoppen den Miettransporter des Entführers Frank L. (Kreis) und befreien das Mädchen aus dem Laderaum.
Der Moment des Zugriffs: Beamte stoppen den Miettransporter des Entführers Frank L. (Kreis) und befreien das Mädchen aus dem Laderaum.  © DPA

Leipzig - Das vor einer Woche in Leipzig entführte Mädchen (TAG24 berichtete) war nach Ansicht des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) in "allerhöchster Lebensgefahr".

Das sagte der sächsische BDK-Landesvorsitzende Peter Guld TAG24. Der mutmaßliche Entführer habe "unter einem wahnsinnigen Druck" gestanden, was die Gefahr von Panikreaktionen mit sich bringen könne.

Erschreckend sei zudem, dass der vorbestrafte 36-Jährige sein Gesicht nicht versteckt habe. "Anhand des kriminologischen Erfahrungswissens hätte die Entführung in einem Verdeckungsmord geendet", sagte Guld. Hätte er das Mädchen wieder freilassen wollen, hätte er wohl auch sein Gesicht verdeckt.

Die Zwölfjährige war am Mittwoch in Leipzig entführt worden. Sie konnte aus einem Transporter einen Notruf an die Polizei absetzen. "Das ist einzigartig, dass sich das Mädchen nicht an ihre Eltern, sondern direkt an die Polizei gewendet hat", sagte Guld TAG24. Dadurch konnten die Beamten der Zwölfjährigen schnellstmöglich zu Hilfe eilen. Sie hatte der Polizei detaillierte Angaben zu Fahrzeug und dem vermutlichen gegenwärtigen Aufenthaltsort geliefert.

Die Polizei stoppte das Fahrzeug in Muschwitz bei Lützen (Sachsen-Anhalt) und nahm den mutmaßlichen Entführer fest.


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