Entlastung der Straßen: Neues Carsharing-Projekt für Leipzig

Die Stadt Leipzig hat beschlossen, Voraussetzungen für flexibles Carsharing zu schaffen.
Die Stadt Leipzig hat beschlossen, Voraussetzungen für flexibles Carsharing zu schaffen.  © Drivy/dpa-tmn

Leipzig - Die Messestadt schafft die Voraussetzungen für das flexible und stationsunabhängige Carsharing. Die Dienstberatung von OB Burkhard Jung und Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau beschloss dies jetzt.

"Vorbehaltlich des Beschlusses in der Ratsversammlung ist mit Start in 2018 ein fünfjähriges Pilotprojekt zur Etablierung und Evaluierung flexiblen Carsharings geplant, welches das in Leipzig bereits seit Jahren erfolgreiche stationsbasierte Carsharing mit bis zu maximal 750 Fahrzeugen ergänzen soll", erläuterte Dorothee Dubrau.

"Wir wollen damit den Zugang zu einem Kfz breiter verfügbar machen, ohne dass man ein privates Fahrzeug besitzen muss. Der Umstieg auf den ÖPNV, das Rad und die eigenen Füße ist einfacher, wenn man bei Bedarf trotzdem auf ein Auto zugreifen kann. Nach Beschluss der beiden Vorlagen können interessierte Anbieter entsprechende Anträge einreichen und Verträge mit den Carsharing-Unternehmen abgeschlossen werden", so die Leipziger Baubürgermeisterin weiter.

Mit dem neuen flexiblen Carsharing-Konzept kann man Autos auf allen öffentlichen Parkplätzen abstellen, nicht nur auf denen der Anbieter.
Mit dem neuen flexiblen Carsharing-Konzept kann man Autos auf allen öffentlichen Parkplätzen abstellen, nicht nur auf denen der Anbieter.  © DPA

Bisher konnten die Carsharing-Autos nur auf den Parkplätzen der Anbieter abgeholt und abgestellt werden. Bei der nun beschlossenen flexiblen Variante können die Fahrzeuge auch auf allen öffentlichen Stellplätzen abgestellt werden.

Dank einer Ausnahmegenehmigung für die Anbieter sollen Nutzer auf Parkplätzen, für die Parkscheine gezogen werden müssen, die Autos auch ohne Bezahlung abstellen können. Für jedes Fahrzeug soll dann aber eine pauschale Jahresgebühr bezahlt werden.

Das bislang laut Stadt bereits genutzte stationsgebundene Carsharing soll deutlich zur Entlastung der Straßen führen: Jeder Pkw ersetzt bis zu zehn private Autos.

Und so soll es funktionieren: Statt ein Fahrzeug an einer festen Station auszuleihen und es an diese auch zurückzubringen, wird im flexiblen Carsharing über eine App der Standort des nächsten freien Fahrzeugs angezeigt. Mittlerweile gibt es laut Stadt von verschiedenen Unternehmen Interesse an der Einrichtung flexiblen Carsharings, dem mit dem Pilotprojekt entsprochen werden kann.

Die Anzahl der Zulassung für flexible Carsharing-Autos soll zunächst auf höchstens 750 beschränkt werden. Ein einzelner Anbieter könne laut Stadt maximal 250 Fahrzeuge beantragen. Mindestens 10 Prozent der zugelassenen Pkw müssen Elektrofahrzeuge sein.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0