Schaurig schön: Erste Hochzeit im Leipziger Untergrund!

Gabi und Uwe Gradehand gaben sich als erstes Paar am 2. Juni das Ja-Wort in Leipzigs Untergrund.
Gabi und Uwe Gradehand gaben sich als erstes Paar am 2. Juni das Ja-Wort in Leipzigs Untergrund.  © DPA

Leipzig - Zum Start des Wave-Gotik-Treffens hat sich ein Paar im Leipziger Untergrund getraut. Im Viktorianischen Stil gaben sich die beiden aus der Messestadt in den sanierten und umgebauten Gewölben unter dem Neuen Rathaus das Ja-Wort.

Das teilte das Standesamt amFreitag mit. Vor rund 45 geladenen Gästen nutzten die beiden Anhänger der Schwarzen Szene die Möglichkeit, den Bund der Ehe in dem mittelalterlichen Gewölbe einzugehen.

Auch zahlreiche ihrer Gäste kamen in szenegemäßer Bekleidung. Ob sich die frisch Vermählten anschließend ins Wave-Gotik-Getümmel stürzten, wurde nicht mitgeteilt.

Der große Tisch, an dem die Brautleute Platz nehmen konnten, wurde extra für die jetzt im Untergrund möglichen Trauungen angefertigt. In Anlehnung an die frühere Nutzung des Gewölbes als Weinlager liegt eine massive Holzplatte auf zwei hölzernen Fässern.

In den acht Meter unter der Erde gelegenen Räumen herrscht das ganze Jahr über eine "gruftige" Temperatur von rund 10 Grad Celsius.

Die Bauarbeiten im Untergrund Leipzigs waren erst vor kurzem fertiggestellt worden. Noch im Frühjahr wurde eifrig gehämmert und gemeißelt in dem Gewölbe (TAG24 berichtete).

Nun haben heiratswillige Leipziger die Auswahl zwischen Bach-Museum, dem Gohliser Schlösschen, der Hacienda am Cospudener See, dem Mendelssohn-Haus, dem Standesamt und dem unterirdischen Gewölbe als Trauungsort.

Titelfoto: DPA


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