Erst nett, dann kriminell! Chatpartner erpresst Frau mit geklauten Bildern

Über Monate hinweg stand die Leipzigerin mit dem Tunesier via Facebook-Messenger in Kontakt. Dann ließ er Bombe platzen. (Symbolbild)
Über Monate hinweg stand die Leipzigerin mit dem Tunesier via Facebook-Messenger in Kontakt. Dann ließ er Bombe platzen. (Symbolbild)  © 123RF

Leipzig/Netz - Erpressung per Facebook-Messenger: Eine 56-jährige Leipzigerin ist von ihrem Chatbekanntschaft aus Tunesien erpresst worden. Der Mann hatte ihr Handy gehackt, um an private Bilder der Frau heranzukommen.

Die 56-Jährige und der Tunesier hatten seit mehreren Monaten über den Facebook-Messenger mal mehr, mal weniger Kontakt. Die Unterhaltungen auf Französisch waren immer sehr höflich, nett und freundschaftlich.

Laut Polizei schickte die Leipzigerin ihrem Chatpartner in der gesamten Zeit nur zwei Bilder zu. Bei diesen Fotos hatte sie keine Bedenken, dass diese in irgendeiner Form gegen sie verwendet werden könnten.

An einem Abend fiel die Frau aus allen Wolken. Ihr "netter" Chatpartner konfrontierte die 56-Jährige mit sehr privaten Fotos von ihr. Die Leipzigerin war sich sicher, ihm diese Bilder nie zugeschickt zu haben. Sie hatte sie in einem privaten Ordner auf Facebook abgespeichert, auf den sonst niemand Zugriff hatte.

Ihr tunesischer Chatpartner forderte die 56-Jährige auf, ihm über Western-Union Geld zu überweisen. Täte sie das nicht, werde er die privaten Bilder an all ihre Freunde auf Facebook verschicken und auf der Facebook-Seite ihrer Firma veröffentlichen. Die 56-Jährige konnte noch den Namen und Wohnort des Tunesiers herausfinden und ging damit zur Polizei.

Die ermittelt wegen Erpressung. Dabei ist noch nicht klar, wie der Mann an die Bilder gelangen konnte. Neben dem Facebook-Messenger hatten beide auch über "Viber" und "IMU" Kontakt.

Die Polizei vermutet, dass der Täter der Frau eine Schadsoftware geschickt haben könnte, um ihre Bilder auszuspionieren.


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