Über 27.500 Euro erbeutet: Leipziger Polizei schnappt Fake-Kollege

Leipzig - Der Leipziger Polizei ist ein großer Fisch ins Netz gegangen. Nach mindestens 15 Betrugshandlungen mit einer Beute von mehr als 27.500 Euro konnte einem falschen Kollegen das Handwerk gelegt werden.

Dem 55-Jährigen konnten 15 Fälle nachgewiesen werden. Die Dunkelziffer liegt sicher höher.
Dem 55-Jährigen konnten 15 Fälle nachgewiesen werden. Die Dunkelziffer liegt sicher höher.  © Polizei

Im Zeitraum von Januar 2015 bis Oktober 2018 konnten dem 55-jährigen Mann über ein Dutzend Fälle nachgewiesen werden.

"Dabei gab er sich gegenüber seinen Opfern als angeblicher Kriminalbeamter, Mitarbeiter der Wasserwerke, des Vermieters oder der Bank aus", weiß Polizeisprecherin Katharina Geyer.

"Im Gespräch erschlich er sich die EC-Karten und die PIN-Nummern seiner Opfer und hob im Nachgang, zumeist noch am selben Tag, keine geringen Bargeldmengen ab", heißt es.

Bei einer 87-Jährigen im Stadtteil Plagwitz wollte der Fake-Polizist gleich fünfmal Geld erbeuten. Nach seinem zweiten Besuch erkannte die Seniorin den Betrüger jedoch und ließ ihn nicht mehr in ihre Wohnung.

Ende 2018 wurden Bilder aus Überwachungskameras einer Bankfiliale veröffentlicht, die den Täter zeigten (TAG24 berichtete). Danach stellte sich der 55-Jährige selbst.

Kurios: Der Deutsche ist kein Leipziger, sondern wohnt im Vogtland und fuhr für jede Tat extra in die Messestadt.

Ein Kripo-Beamter konnte dem Mann schließlich 15 Fälle mit Abhebungen über 27.500 Euro definitiv nachweisen. Geyer: "Dabei besteht eine nicht geringe Wahrscheinlichkeit, dass der 55-Jährige noch weitaus mehr aus Taten erbeutete, die der Polizei nie bekannt geworden sind." Es könnte demente Menschen getroffen haben oder welche, die sich schämen, zur Polizei zu gehen.

Den Betrüger erwartet nun eine Bewährungsstrafe bis hin zu fünf Jahren Haft. Ein Richter wird dies entscheiden.

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