Wie verschmutzt ist unsere Luft? Feinstaub-Rucksackträger spazieren durch Leipzig

Leipzig - Wie gefährlich ist die Leipziger Luft? Die Diskussionen um Feinstaub- und Stickoxidbelastung treibt auch die Messestädter umher. Als dieser Tage ein Institut Freiwillige suchte, die sich in ihrer Freizeit als wandelnde Mess-Stationen betätigen, gab es einen Bewerberansturm.

Der Feinstaub aus den Autoabgasen wird in den Städten zum Problem.
Der Feinstaub aus den Autoabgasen wird in den Städten zum Problem.  © Martin Bäuml

Das Leibnitz-Institut für Troposphärenforschung (Tropos) will die Luft auch jenseits der stationären Messstationen analysieren. Deshalb ersann man sich einen Rucksack mit Messgeräten, Radar, Antenne und GPS - und bastelte fünf davon als Prototypen.

Je eine Woche lang sollen ehrenamtliche Hobby-Wissenschaftler den Feinstaub-Rucksack spazieren führen - täglich müssen sie mindestens 30 Minuten unterwegs sein. Die Messdaten werden online an die Forscher übertragen.

Für die ersten Testwochen im April und Mai meldeten sich weit über 100 Freiwillige, von denen der Großteil aber auf spätere Messreihen vertröstet werden musste. Es gibt eben nur fünf Rucksäcke.

Spätestens im kommenden Jahr werden die gesammelten Daten der spazierenden Messstationen ausgewertet. Dann soll man auch erkennen, in welchen Leipziger Vierteln es zu welcher Uhrzeit die höchsten Belastungen in der Luft gibt.

Das Leipziger Tropos-Institut stattet Freiwillige mit einem speziellen Rucksack aus und macht sie zu wandelnden Messstationen.
Das Leipziger Tropos-Institut stattet Freiwillige mit einem speziellen Rucksack aus und macht sie zu wandelnden Messstationen.  © Ralf Seegers

Mehr zum Thema Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0