Nach Flammeninferno: Verkohltes Wohnhaus wird abgerissen

Das Gebäude brannte im Inneren komplett aus. Die Giebelfassade weißt starke Risse auf, sodass ein Absturz auf die freistehende Fläche samt Imbiss daneben droht.
Das Gebäude brannte im Inneren komplett aus. Die Giebelfassade weißt starke Risse auf, sodass ein Absturz auf die freistehende Fläche samt Imbiss daneben droht.  © Nico Zeißler

Leipzig - Am vergangenen Samstag wurde die Feuerwehr zu einem der wohl schlimmsten Brände der letzten Jahre in die Leipziger Georg-Schumann-Straße gerufen (TAG24 berichtete). Das leerstehende Wohnhaus brannte komplett aus. Nun steht fest: Wegen der akuten Einsturzgefahr ist ein Abriss höchstwahrscheinlich unumgänglich.

Wie das Bauordnungsamt der Stadt Leipzig auf TAG24-Anfrage erklärte, sind durch den Brand in der Georg-Schumann-Straße 53 im Stadtteil Gohlis "erhebliche Schäden an der Tragstruktur des Gebäudes" entstanden. Alle Zwischendecken sowie das Dach sind komplett zerstört. Nur vereinzelte Balkenreste sind noch sichtbar.

Besonders im Eckbereich zu dem angrenzenden Nachbargrundstück - einer Freifläche mit einem Imbiss - weißt die Fassade starke Risse auf. Die freistehende Giebelwand sei "wahrscheinlich nicht mehr ausreichend gehalten", heißt es.

Aus Sicherheitsgründen wurde das Betreiben des Imbisses an der Ecke Sassstraße untersagt.
Aus Sicherheitsgründen wurde das Betreiben des Imbisses an der Ecke Sassstraße untersagt.  © Nico Zeißler

Schon am Tag nach dem Brand wurde das verkohlte und noch immer leicht dampfende Haus als akut einsturzgefährdet eingestuft (TAG24 berichtete). An diesem Status hat sich auch vier Tage nach dem Flammeninferno nichts geändert.

Unter Voraussetzung der denkmalrechtlichen Zustimmung werde nun ein Gebäudeabriss durch den Eigentümer angestrebt, hieß es vom Bauordnungsamt. Dieser ist angesichts der starken Beschädigung unumgänglich.

Der Imbiss auf der angrenzenden Freifläche darf nach wie vor nicht genutzt werden. Zu groß ist die Gefahr, die Giebelfassade könnte auf diesen hinabstürzen und ihn begraben.

Aus Sicherheitsgründen wird die Brandstelle von den Straßenbahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) umfahren (TAG24 berichtete). Die Trams 10 und 11 fahren zwischen den Haltestellen Wilhelm-Liebknecht-Platz und Georg-Schumann-/Lindenthaler Straße über den Nordplatz, die Gohliser und Menckestraße zurück zur Georg-Schumann-Straße. Die Haltestellen Chausseehaus und Georg-Schumann-/Lützowstraße entfallen bis auf weiteres.

Die meterhohen Flammen zerstörten das komplette Wohnhaus.
Die meterhohen Flammen zerstörten das komplette Wohnhaus.  © Nico Zeißler
Die Zwischendecken aller Stockwerke wurden komplett zerstört, lediglich vereinzelte Balkenreste sind noch sichtbar.
Die Zwischendecken aller Stockwerke wurden komplett zerstört, lediglich vereinzelte Balkenreste sind noch sichtbar.  © Nico Zeißler

TAG24 WAR BEI DEM VERHEERENDEN BRAND LIVE VOR ORT