Integration von Flüchtlingen floppt: Die Linke macht Stadt Leipzig Vorwurf

Juliane Nagel, Stadträtin für die Linke, wettert gegen die Flüchtlingsmaßnahmen.
Juliane Nagel, Stadträtin für die Linke, wettert gegen die Flüchtlingsmaßnahmen.  © DPA

Leipzig - Integrierungsmaßnahmen für Flüchtlinge (FIM) erweisen sich bundesweit als großer Flop. Die Leipziger Ratsfraktion der Linken prangert die Stadt für das Scheitern an.

Ursprünglich sollten die FIM Asylsuchenden dabei helfen, Arbeit zu finden und auf eigenen Beinen zu stehen. Anscheinend waren aber zahlreiche der Zugewiesenen nie zur Maßnahme angetreten.

Für Juliane Nagel, Stadträtin der Linken, liegt das Problem ganz klar in den Bedingungen: "Bei den so genannten FIM handelt es sich um Zwangsbeschäftigung mit Hungerlöhnen. Anders als bei den so genannten Ein-Euro-Jobs soll die Tätigkeit des Müllaufsammelns und Grünanlagen-Pflegens mit lediglich 80-Cent entschädigt werden", heißt es in der offiziellen Pressemeldung.

Laut der Leipziger Politikerin würden die FIM die Flüchtlinge nur umso mehr "an den Rand der Gesellschaft drängen." Nagel erklärt die Abwesenheit vieler Teilnehmer außerdem durch die Bindung an andere Bildungs- und Arbeitsmaßnahmen, sowie Sprachkurse. Des weiteren sorgen auch Krankheitsfälle oder die Ablehnung von Asylanträgen für schwindende Zahlen.

Die Fraktion hatte bereits im Vorfeld gegen die Maßnahmen gestimmt. Zum Jahresende 2017 sollen die FIM nun eingestellt werden.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0