Hunderte zu Demonstration vor Halberg-Guss-Verhandlung erwartet

Leipzig/Saarbrücken/Frankfurt am Main - Nach vier Wochen Streik beim Autozulieferer Neue Halberg Guss (NHG) sprechen die Kontrahenten wieder miteinander.

Die Beschäftigten wollen ihren Forderungen Nachdruck verleihen.
Die Beschäftigten wollen ihren Forderungen Nachdruck verleihen.  © DPA

Vor der Verhandlungsrunde an diesem Donnerstag (11 Uhr) will die IG Metall ihren Forderungen noch mit einer Demonstration Nachdruck verleihen, zu der rund 600 Teilnehmer aus den NHG-Standorten Saarbrücken und Leipzig in Frankfurt am Main erwartet werden.

In dem Konflikt geht es um die geplante Schließung des Werks in Leipzig mit 700 Beschäftigten Ende 2019 sowie um den erwogenen Abbau von 300 der insgesamt 1500 Arbeitsplätze in Saarbrücken. Die NHG gehört seit Januar zur Prevent-Gruppe, die sich vor allem mit VW immer wieder erbittert um Lieferkonditionen gestritten hat. Die NHG stellt vor allem Motorblöcke und Antriebswellen für Autos und Lastwagen her.

Die Gewerkschaft will mit den neuen Eignern einen Sozialtarifvertrag erreichen. Er soll eine Qualifizierungsgesellschaft und einen vom Unternehmen zu füllenden Treuhandfonds beinhalten, um die Beschäftigten im Fall von betriebsbedingten Kündigungen unterstützen zu können.

Das Unternehmen drängt hingegen auf ein schnelles Ende der Streiks. Anderenfalls wackelten auch die übrigen Arbeitsplätze im Werk Saarbrücken, hat NHG-Chef Barbaros Arslan gewarnt (TAG24 berichtete).

Spielraum für größere finanzielle Zusagen als bisher angeboten sieht Arslan nicht. Ein Sprecher der Gewerkschaft meinte mit Blick auf diese Äußerungen hingegen: "Sie helfen uns nicht weiter. Neudeutsch ist das Mobbing."

Titelfoto: DPA


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