"Fridays For Future" distanziert sich von bezahlten Umwelt-Demonstranten

Leipzig - Beim globalen Klimastreik am vergangenen Freitag wurden Demonstranten des Vereins "NuKLA e.V." für ihren Einsatz bezahlt. Von dieser Art Engagement hat sich die Leipziger Ortsgruppe von "Fridays For Future" nun distanziert.

Maskiert und schwarz gekleidet positionierten sich die bezahlten Statisten vor dem Bundesverwaltungsgericht.
Maskiert und schwarz gekleidet positionierten sich die bezahlten Statisten vor dem Bundesverwaltungsgericht.  © Anna Gumbert

Auf Facebook verkündeten die jungen Aktivisten, dass sie nichts von der Bezahlung der Demonstranten gewusst haben. Erst in der medialen Berichterstattung hätte die Ortsgruppe davon erfahren.

"Wir als Fridays For Future distanzieren uns hiermit mit Nachdruck von der Aktion des NuKLA e.V. und dem Einsatz von bezahlten Statist*innen. Die Fridays for Future-Bewegung lebt vom ehrenamtlichen Engagement ihrer Mitglieder und Unterstützer*innen. Wir bezahlen niemanden für seinen*ihren gesellschaftlich-notwendigen Einsatz!", heißt es in der Mitteilung.

Eine Unterscheidung der Aktivisten von Fridays For Future und den Statisten des NuKLA e.V. sei der Gruppe wichtig.

Über Facebook hatte der NuKLA e.V. bereits einige Tage vor dem Klimastreik nach 10 bis 12 Personen gesucht, die sich schwarzbekleidet, maskiert und mit einem Schild mit Texten zum Schutz des Leipziger Auwalds auf dem Simsonplatz aufstellen würden. Für den Job wurden 50 Euro Aufwandsentschädigung angeboten (TAG24 berichtete).

"Diese Leute demonstrieren nicht, sie machen Kunst. Dementsprechend sind das keine Demonstranten, sondern Statisten. Und die bezahlen wir, wie es beispielsweise auch bei einem Musiker bei einem Engagement üblich wäre", hieß es seitens des Vereinschefs.

Mehr zum Thema Fridays for Future:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0