65. Jahrestag: Leipzig gedenkt tausender Opfer

Leipzig - Am heutigen 17. Juni jährt sich der Volksaufstand in der DDR zum 65. Mal. Gedenkveranstaltungen erinnern in ganz Deutschland an die Opfer der Proteste. Auch in Leipzig finden mehrere Gedenkveranstaltungen statt.

Auf mehreren Veranstaltungen wird der Opfer der Aufstände von 1973 gedacht. (Symbolbild)
Auf mehreren Veranstaltungen wird der Opfer der Aufstände von 1973 gedacht. (Symbolbild)  © dpa, Stuart Villanueva

In fast 700 Orten waren mehr als eine Million Menschen damals auf die Straße gegangen, um gegen das kommunistische Regime zu protestieren. Der Aufstand wurde von Militär, Volkspolizei und Staatssicherheit niedergeschlagen.

Die Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke", die Vereinigung der Opfer Stalinismus (VOS) und der Bund der Stalinistisch Verfolgten (BSV) laden gemeinsam zu einer mehrteiligen Gedenkfeier ein. Die Feierlichkeiten beginnen um 10.30 Uhr mit der Krankniederlegung durch Oberbürgermeister Burkhard Jung (60, SPD) an der Gedenktafel ""Opfer 1933-1945 und 1945-1989" in der Straße des 17. juni.

Um 11.30 Uhr werden am Südfriedhof an der Grabanlage "Opfer 1933-1945 und 1945-1989" Opferbiographien verlesen. Um 12.30 Uhr wird Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, im Salzgässchen am Denkmal "Panzerspuren" eine Gedenkrede halten. Als letzte Veranstaltung findet in der Straße des 17. Juni eine Aufführung des Improvisationstheaters "Adolf Südknecht" statt.

Zwischen den einzelnen Veranstaltungen sind kostenlose Shuttlebusse eingerichtet.

Titelfoto: dpa, Stuart Villanueva


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