Nach Bundeswehr-Skandal: Leipziger Generalmajor verabschiedet

Am Mittwoch wurde der Generalmajor Walter Spindler in der General-Olbricht-Kaserne verabschiedet.
Am Mittwoch wurde der Generalmajor Walter Spindler in der General-Olbricht-Kaserne verabschiedet.  © DPA

Leipzig - Der Generalmajor Walter Spindler, der ranghöchste Soldat Leipzigs, wurde am Mittwoch verabschiedet. Er war im April vorzeitig aus seiner Position entlassen worden (TAG24 berichtete).

Mit großen Apell wurde der Chef des Ausbildungskommandos des Heeres in der General-Olbricht-Kaserne verabschiedet. Auch Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und der Justizminister Sachsens, Sebastian Gemkow (CDU), machten ihre Aufwartung.

In wenigen Monaten wäre der Generalmajor in den Ruhestand gegangen. Durch die Aufdeckung mehrerer Vorfälle von Mobbing und sexueller Nötigung durch zwei Feldwebel in Spindlers Ausbildungskommando kam es zu seiner vorzeitigen Entlassung durch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (58).

Dem Zwei-Sterne-Soldat wurde vorgeworfen, die Ermittlungen blockiert zu haben. Über seine Kündigung erfuhr er zunächst übers Internet (TAG24 berichtete).

Trotzdem ging er in Würde: Wie die LVZ berichtet, erwiesen zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dem Generalmajor ihren Respekt. War dieser Rauswurf berechtigt? Spindler selbst sagte: "Die Wahrheit liegt in der Tiefe einer bodenlosen Grube."

Titelfoto: DPA


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