Leipzig gibt Benefizkonzert für verwüstete Partnerstadt Houston

Die Menschen in Texas (USA) schlafen in Notunterkünften, weil sie ihr Zuhause verloren haben.
Die Menschen in Texas (USA) schlafen in Notunterkünften, weil sie ihr Zuhause verloren haben.  © DPA

Leipzig/Houston - Die Schadensprognosen für die von "Harvey" verwüsteten Gebiete in Texas werden immer düsterer.

Der Gouverneur des US-Staates, Greg Abbott, schätzte die Kosten für den Wiederaufbau auf bis zu 180 Milliarden Dollar (152 Milliarden Euro).

Abbott sagte in Interviews, die von "Harvey" betroffenen Gebiete und die Zahl der betroffenen Menschen seien weitaus größer als seinerzeit bei "Katrina".

"Harvey" war am 25. August auf die osttexanische Küste getroffen und hatte weite Gebiete unter Wasser gesetzt. Mittlerweile weichen die Fluten, die viertgrößte US-Stadt Houston war laut Behörden zu 95 Prozent wieder trocken.

Das Ausmaß der Verwüstungen wird immer deutlicher. Die texanische Behörde für öffentliche Sicherheit gab die Zahl der beschädigten Häuser am Sonntag mit mindestens 200.000 an, fast 13.000 seien völlig zerstört. Mehrere Tausend Menschen sind weiter in Notunterkünften untergebracht.

Um Leipzigs Partnerstadt finanziell unter die Arme zu greifen, organisiert die Stadt gemeinsam mit der Kirchgemeinde St. Thomas ein Benefizkonzert. Am Donnerstag um 18 Uhr findet es in der Thomaskirche statt. Der Thomanerchor, das Bläser-Quintett des Gewandhauses, Thomasorganist Ullrich Böhme, Calmus, Susanne Krumbiegel und andere sind mit Werken zum Beispiel von Johann Sebastian Bach, Johann Hermann Schein, Johannes Brahms und Georg Philipp Telemann zu erleben.

Auch Oberbürgermeister Burkhard Jung und Pfarrer Martin Hundertmark ergreifen das Wort und klären über die aktuelle Lage in Houston auf.

Wie das Referat Internationale Zusammenarbeit mitteilt, kommen die Spenden den vom Hochwasser betroffenen Menschen in Leipzigs texanischer Partnerstadt zu Gute, die ihr Zuhause verloren haben uns sich nicht selbst helfen können. Einlass für das Konzert ist 17.30 Uhr, der Einlass ist frei.

Ende August: Houston steht etwa einen Meter unter Wasser.
Ende August: Houston steht etwa einen Meter unter Wasser.  © DPA

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