Schock für Mitarbeiter: Sächsische Siemens-Standorte schließen

Aus für das Siemens-Werk in Leipzig.
Aus für das Siemens-Werk in Leipzig.  © DPA

Leipzig/Görlitz - Bittere Pille für Sachsen! Der Elektrokonzern Siemens will in der Kraftwerks- und in der Antriebssparte weltweit 6900 Arbeitsplätze abbauen, davon etwa die Hälfte in Deutschland. Die Werke in Leipzig und Görlitz werden dicht gemacht!

Damit werden in Leipzig 220 Menschen und in Görlitz 700 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Damit waren alle Proteste vergebens. „Die Einschnitte sind notwendig, um unser Know-how bei der Kraftwerkstechnologie, bei Generatoren und bei großen elektrischen Motoren nachhaltig wettbewerbsfähig halten zu können. Das ist das Ziel unserer Maßnahmen. Das wird uns aber nur gelingen, wenn wir Antworten auf die weltweiten Überkapazitäten und den dadurch ausgelösten Preisdruck finden“, so Siemens-Vorstand Janina Kugel.

Die Staatsregierung ist stinksauer! Ministerpräsident Stanislaw Tillich (58, CDU) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (43, SPD) nannten die Schließungspläne „unverantwortlich“. Tillich: „Ich habe überhaupt kein Verständnis für diese Entscheidungen, die jegliche regionale Verantwortung eines großen deutschen Konzerns vermissen lassen. Wir wollen jetzt mit Siemens über Alternativen für die sächsischen Standorte in Görlitz und Leipzig reden, um den guten Mitarbeitern eine Perspektive zu geben und das industrietechnische Know-how in Sachsen zu erhalten.“

Dulig zeigt sich wütend und empört über die Entscheidung von Siemens: „Es kann nicht sein, dass trotz enormer Rekordgewinne, die dieses Unternehmen einfährt, die Verantwortung für die Menschen und für die gesamte Industrieregion aufs Spiel gesetzt wird. Das kann nicht das letzte Wort sein.“

Die Proteste halfen nichts. Auch das Görlitzer Werk wird schließen.
Die Proteste halfen nichts. Auch das Görlitzer Werk wird schließen.  © DPA

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