Schweinerei! Was macht ein Riesen-Kotelett mitten in Leipzig?

In der Petersstraße hatte Greenpeace einen Ort mit viel Publikum gewählt, um das Riesen-Kotelett auszustellen.
In der Petersstraße hatte Greenpeace einen Ort mit viel Publikum gewählt, um das Riesen-Kotelett auszustellen.

Leipzig - Greenpeace ist bekannt für teils extreme Aktionen, bei denen Aktivisten sich nackt und blutverschmiert als Koteletts in überdimensionierte Supermarkt-Schalen verpacken lassen.

In der Leipziger Innenstadt ging es am Freitag weniger blutig zu. Dafür hatten die Umweltschützer aber ein riesiges Schweinekotelett mitgebracht.

Das 3-mal-3-Meter-Fleischmonstrum wurde am Eingang des Petersbogens geparkt. Der Ort war nicht zufällig gewählt: Im Kellergeschoss der Passage befindet sich eine Lidl-Fliale. Greenpeace prangert bei der derzeitigen Deutschland-Tour die Fleischkultur der Supermarktkette an.

"Dänemark macht es vor", sagte Markus Wichmann von Greenpeace in der Petersstraße. In Dänemark beziehen die Discounter ihr Fleisch von lokalen Höfen mit artgerechter und vor allem Antibiotika-armer Haltung.

In Deutschland sei die Herkunft des Billigfleisches jedoch kaum zurückverfolgbar. Zudem würden die Rinder, Schweine und Hühner unter schädlichen Folgen der Massentierhaltung leiden.

"Weil in der Massentierhaltung zu viele Antibiotika eingesetzt werden, vermehren sich multiresistente Keime in den Ställen und in der Umwelt, und lassen gängige Antibiotika wirkungslos werden", erklärte Wichmann.

Leipzig war die siebte Station der Tour. Es herrsche großes Interesse an der Aktion, wie Markus Wichmann berichtet. Vermutlich gerade wegen des gigantischen Stückes Fleisch! Am Samstag zieht das Riesenkotelett weiter nach Chemnitz.

Markus Wichmann (rechts) erklärt Passanten, was es mit dem großen Stück Fleisch auf sich hat.
Markus Wichmann (rechts) erklärt Passanten, was es mit dem großen Stück Fleisch auf sich hat.

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