Weil die Stadt nicht handelte! Grünen-Politiker greift in Verkehr ein und zeigt sich selbst an

Leipzig - Ein irrsinnig platziertes Umleitungsschild sorgte unter Leipziger Radfahrern für Aufruhr. Da die Stadt sich dem Fall nicht annehmen wollte, hat Grünen-Politiker Jürgen Kasek die Sache nun selbst in die Hand genommen.

Für Fahrradfahrer wurde es vor kurzem eng auf der Jahnallee - jetzt hat Jürgen Kasek das Problem selbst in die Hand genommen.
Für Fahrradfahrer wurde es vor kurzem eng auf der Jahnallee - jetzt hat Jürgen Kasek das Problem selbst in die Hand genommen.  © Screenshot YouTube/ Jürgen Kasek

Auf der Höhe der Red Bull Arena wurde es in den letzten Tagen eng für die Radfahrer, die in Richtung West radeln wollten: Ein Umleitungsschild, das auf eine Sperrung der Marschnerstraße bis zur Nummer 21 verweist stand inmitten des ohnehin schon sehr schmalen Fahrradwegs in der Jahnallee. (TAG24 berichtete)

Diese Strecke gilt für Radfahrer seit jeher als risikobehaftet, da sich hier in der Vergangenheit besonders viele Unfälle ereignet haben.

Wir Grünen-Politiker Jürgen Kasek in einem Video auf Twitter zeigt, ist es schwer, dieses Schild zu umfahren - vor allem, wenn zum Beispiel noch ein Anhänger an dem Rad befestigt ist. Dieser droht dann nämlich, auf die viel befahrene Straße abzukippen.

Zusammen mit Volker Holzendorf, dem Sprecher der AG Mobilität und Verkehr und Moritz Peikert hat sich der Grünen-Politiker Jürgen Kasek der Sache dann selber angenommen. "Ich habe mehrmals bei der Stadtverwaltung angerufen und auf die Problematik hingewiesen", berichtet Volker Holzendorf, "mir wurde gesagt, dass das Schild da nur temporär stünde und ja eh bald wegkommen würde."

Kurzerhand platzierten die Drei das Schild dann ein paar Meter weiter nach rechts, um den Fahrradweg für Radler wieder freizugeben. Da das rechtlich gesehen einen Eingriff in den Straßenverkehr bedeutet, zeigte Kasek die Tat dann auch noch selbst bei der Polizei an, "damit das alles rechtens ist", so der Politiker.

"Wenn die Stadt den Radfahrern Hindernisse bereitet, dann müssen die Bürger eben selber tätig werden", schließen die drei dann die Aktion ab.

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