Mr. Germany mit Gewalt-Beichte: Er selbst hat früher zugeschlagen

Leipzig - Sasha Sasse, der amtierende Mr. Germany aus Leipzig, ist für seinen Modegeschmack und Glamour-Auftritte bekannt. Nun hat er sich aber einem ernsteren Thema zugewendet und nicht nur seinen Fans ein krasses Geständnis gemacht.

Heute kann Sasha Sasse über seine dunkle Vergangenheit sprechen.
Heute kann Sasha Sasse über seine dunkle Vergangenheit sprechen.  © Screenshot Instagram/ Sasha Sasse

Am Wochenende nahm der 28-Jährige an einer Veranstaltung zum Thema "Gewalt im Alltag" in Hamburg teil. Mit dabei war unter anderem TV-Star und Gewaltprävention-Coach Carsten Stahl. Vor dem Publikum berichtete Sasha dann von seinen ganz eigenen Erfahrungen mit Mobbing und Gewalt - nämlich aus der Täterperspektive!

"Ich hatte eine schwierige Kindheit, meine Eltern waren getrennt, meine Mutter hatte viele neue Partner, die teilweise gewalttätig gegenüber mir geworden sind", fängt der gebürtige Hallenser an zu berichten. In den Plattenbauten von Halle-Neustadt aufgewachsen musste der junge Sasha früh lernen, sich zu behaupten.

"Als ich in die Grundschule ging, wollte ich nicht immer der sein, der gemobbt wird. Also hab ich den Spieß umgedreht", so Sasha weiter. Einem großen, kräftigen Freund habe er dann mit sechs oder sieben Jahren ins Gesicht geschlagen, bis dieser geblutet hatte - damit verschaffte sich Sasha Respekt vor den Klassenkameraden.

"Ich wusste, wenn ich zuschlage, dann trauen sie sich nicht an mich ran", berichtet Sasha von dem gefährlichen Kreislauf, aus dem er nicht so schnell ausbrechen sollte. "Als ein Mitschüler meine Mutter beleidigt hat, hab ich ihn mit einem Stock über den Schulhof gepeitscht", erzählt er von seinen schlimmsten Taten.

Sasha Sasse: "Auch den Tätern zuhören!"

Auch Carsten Stahl (m) sprach in Hamburg über Gewalt im Alltag.
Auch Carsten Stahl (m) sprach in Hamburg über Gewalt im Alltag.  © Screenshot Instagram/ Sasha Sasse

Ein Umdenken passierte in dem heutigen Male-Model erst in der zehnten Klasse. "Meine Schwester war etwas zurückhaltender als ich, ich habe dann gesehen, wie sie selbst gemobbt worden ist und dachte mir: Krass, ich will nicht, dass ich als Mobber auch für so viel Leid verantwortlich bin", so Sasha. Von da an veränderte sich der Hallenser abrupt.

Das Geständnis über seine Mobber-Vergangenheit fällt dem amtierenden Mr. Germany sehr schwer. "Ich möchte aber darauf aufmerksam machen, dass man nicht nur auf die Opfer gucken muss in solchen Fällen. Man sollte sich auch fragen, warum macht der Täter das, wo kommt das her", bittet Sasha seine Zuhörer. Ihm hätte es auch geholfen, Sport zu treiben oder andere Hobbys zu finden, um seine überschüssige Energie zu kanalisieren.

Für das krasse Geständnis gibt es Applaus für den 28-Jährigen. "Ich bin gespannt, was die Zukunft bringen wird", schreibt Sasha später in seiner Instagram-Story.

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