62 Asylbewerber mit Maschine von sächsischem Flughafen abgeschoben

Leipzig/ Halle (Saale) - Aus Sachsen sind am Donnerstag erneut zur Ausreise verpflichtete Georgier in ihre Heimat abgeschoben worden.

Insgesamt 62 Betroffene saßen in der Maschine. (Symbolbild)
Insgesamt 62 Betroffene saßen in der Maschine. (Symbolbild)  © DPA

Nach Angaben des sächsischen Innenministeriums befanden sich 62 Betroffene an Bord. 26 davon hatten erfolglos in Sachsen Asyl beantragt, die anderen in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Bayern, Thüringen, Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein.

Im Vorjahr gab es bereits drei sogenannte Sammelcharter aus Sachsen nach Georgien. Insgesamt hat Sachsen im vergangenen Jahr 2003 Menschen abgeschoben. Ende November 2018 lebten hier noch knapp 12.000 ausreisepflichtige Ausländer.

Im Oktober letzten Jahres hatte der Sächsische Flüchtlingsrat den Behörden "gnadenlose Härte" bei Abschiebungen nach Georgien vorgeworfen. Bei zwei dicht aufeinander folgenden Charterflügen im September kam es zu "einer solchen Konzentration von Grundrechtseinschränkungen", erklärte Mark Gärtner, Sprecher des Flüchtlingsrates (TAG24 berichtete).

Erst am Mittwoch war außerdem eine Maschine mit ausreisepflichtigen 18 Männern vom Schkeuditzer Flughafen nach Enfidha (Tunesien) gestartet.

Vom Schkeuditzer Flughafen startete das Flugzeug in Richtung Georgien.
Vom Schkeuditzer Flughafen startete das Flugzeug in Richtung Georgien.  © Ralf Seegers

Titelfoto: Ralf Seegers

Mehr zum Thema Flüchtlinge:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0