Fliegerbombe am Hauptbahnhof sorgt für stundenlanges Nervenspiel

Entschärfung erfolgreich: Erst nach Mitternacht konnte die Bundespolizei Entwarnung geben.
Entschärfung erfolgreich: Erst nach Mitternacht konnte die Bundespolizei Entwarnung geben.  © Bundespolizei Leipzig

Leipzig - Entschärft! Sprengstoffexperten der Polizei haben die Fliegerbombe am Leipziger Hauptbahnhof unschädlich gemacht. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden.

Am Nachmittag fanden Bauarbeiter den 75-Kilogramm-Blindgänger zwischen der Berliner und der Rackwitzer Straße (TAG24 berichtete).

Daraufhin wurde das betroffene Gelände evakuiert. Einsatzkräfte sperrten die Berliner Straße zwischen der Wittenberger Straße und der Berliner Brücke ab.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe leiteten mehrere Straßenbahn-Linien um. Die Bahn stellte umgehend den Zugverkehr zwischen Hauptbahnhof und Messe sowie nach Taucha ein.

Doch das war erst das Vorspiel für den stundenlangen Einsatz, der folgen sollte. Rund 300 Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und der Stadt bereiteten am Freitagabend die Entschärfung des Blindgängers vor.

Der Gefahrenbereich in einem Radius von 500 Metern rund um die Fundstelle wurde evakuiert. Etwa 500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Für sie hatten die Helfer zwei Notunterkünfte eingerichtet, eine davon in der 33. Grundschule.

Gegen 23.40 Uhr wurde es dann ernst. Der Zugverkehr am Leipziger Hauptbahnhof kam zum Erliegen. Gegen 0.30 Uhr vermeldete die Bundespolizei, dass der Evakuierung abgeschlossen sei. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst rückte an, um die Fliegerbombe zu entschärfen.

Gegen 1.10 Uhr dann die erlösende Nachricht: Der Blindgänger wurde erfolgreich entschärft.

Polizeiabsperrung auf der Berliner Brücke. Lediglich die Spuren in Richtung Mockau und Messe waren freigegeben.
Polizeiabsperrung auf der Berliner Brücke. Lediglich die Spuren in Richtung Mockau und Messe waren freigegeben.  © Nico Zeißler
Die Einsatzkräfte hatten in der 33. Grundschule eine Notunterkunft für die von der Evakuierung betroffenen Anwohner eingerichtet.
Die Einsatzkräfte hatten in der 33. Grundschule eine Notunterkunft für die von der Evakuierung betroffenen Anwohner eingerichtet.  © Nico Zeißler

Titelfoto: Bundespolizei Leipzig


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