Video: ICE-Sonderzug macht auf neuer Sprinter-Strecke in Leipzig Halt

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (2.v.r.) drückte am Leipziger Hauptbahnhof zusammen mit dem DB-Vorstand Richard Lutz (links daneben) und dem Bayrischen Innenminister Joachim Herrmann (rechts) den Startbuzzer.
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (2.v.r.) drückte am Leipziger Hauptbahnhof zusammen mit dem DB-Vorstand Richard Lutz (links daneben) und dem Bayrischen Innenminister Joachim Herrmann (rechts) den Startbuzzer.  © Nico Zeißler

Leipzig - Die neue Schnellfahrtstrecke Berlin-München wurde am Freitag feierlich eröffnet. Ein Sonderzug machte auch im Hauptbahnhof Leipzig Halt. Dort konnte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (58, CDU) unter anderem CSU-Landesgruppen-Vorsitzender Alexander Dobrindt (47) und den DB-Vorstandsvorsitzenden Richard Lutz (53) begrüßen.

Pünktlich, das sei eingangs erwähnt, erreichte der ICE-Sonderzug am Donnerstagnachmittag um 14.11 Uhr den Hauptbahnhof in Leipzig auf Gleis 14. An Bord: CSU-Landesgruppen-Vorsitzender und Ex-Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, der Bayrische Innenminister Joachim Herrmann (61) sowie der ehemalige Leipziger Oberbürgermeister und jetzige thüringische Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (62).

"Heute ist ein historischer Tag", sagte Richard Lutz. "Mit dieser Eisenbahnstrecke der Superlative rückt Deutschland näher zusammen", so der Bahn-Vorstandsvorsitzende. In weniger als vier Stunden werden die Innenstädte Berlins und Münchens ab dem Fahrplanwechsel am Sonntag miteinander verbunden.

26 Jahre lang war das "Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8" Deutschlands größte Baustelle. Zehn Milliarden Euro Kosten, 500 Kilometer neu- beziehungsweise ausgebaute Bahnstrecke und Höchstgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h - Superlative scheint angesichts dieser beeindruckenden Zahlen das richtige Wort zu sein.

Die Fahrzeit von Berlin nach München verringert sich mit Fahrplanwechsel am Sonntag auf unter vier Stunden.
Die Fahrzeit von Berlin nach München verringert sich mit Fahrplanwechsel am Sonntag auf unter vier Stunden.  © DPA

Und hier sind noch einige andere:

  • 35 ICE-Züge pro Tag auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke durch den Thüringer Wald
  • bis zu 10.000 Sitzplätze mehr pro Tag zwischen Berlin und München
  • Marktanteil soll auf dieser Strecke auf 40 Prozent verdoppelt werden
  • 17 Millionen Menschen profitieren entlang der Schnellfahrtstrecke von kürzeren Reisezeiten

Auch bautechnisch ist die neue Strecke an Aufwand kaum zu übertreffen:

  • 26 Tunnel und 37 Talbrücken wurden errichtet
  • 13,6 Millionen Kubikmeter Ausbruch sind bei Tunnelarbeiten entstanden
  • 400.000 archäologische Ausgrabungen getätigt

Sogar der Main wurde in Ebing bei Bamberg auf einer Länge von einem Kilometer um 170 Meter nach Westen verlegt - alles für eine neue Bahnstrecke.

Die Messestadt hat mit der neuen Sprinterstrecke übrigens nichts zu tun. Denn die verläuft über München, Nürnberg, Erfurt und Halle/Saale nach Berlin. Bereits 2006 eröffnete die Bahn die Ausbaustrecke Leipzig-Berlin für Hochgeschwindigkeiten bis 200 km/h. Ende 2015 kam die Neubaustrecke Leipzig-Erfurt dazu.

Nach der symbolischen Veranstaltung in Leipzig fuhr der Sonderzug dann nach Berlin weiter. Dort nahm an einer Festveranstaltung Bundeskanzlerin Angela Merkel (63) und der Ex-Formel1-Fahrer und jetziger DB-Markenbotschafter Nico Rosberg (32) teil.

Der Sächsische Ministerpräsident verewigte sich auf dem neuen ICE.
Der Sächsische Ministerpräsident verewigte sich auf dem neuen ICE.  © Nico Zeißler
Stanislaw Tillich nahm am Gleis 14 einige Politiker, wie den Ex-Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (links in der Tür) in Empfang.
Stanislaw Tillich nahm am Gleis 14 einige Politiker, wie den Ex-Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (links in der Tür) in Empfang.  © Nico Zeißler
Auch der thüringische Wirtschaftsminister und Ex-Oberbürgermeister Leipzigs, Wolfgang Tiefensee (hinten, M.) stieg in Leipzig aus.
Auch der thüringische Wirtschaftsminister und Ex-Oberbürgermeister Leipzigs, Wolfgang Tiefensee (hinten, M.) stieg in Leipzig aus.  © Nico Zeißler
Auf dem Weg zum anderen Ende des Zuges: Richard Lutz (l.) und Joachim Herrmann.
Auf dem Weg zum anderen Ende des Zuges: Richard Lutz (l.) und Joachim Herrmann.  © Nico Zeißler
Der DB-Vorstandsvorsitzende Richard Lutz (l.) posierte neben dem Lokführer Martin Spiegelhauer, bevor es weiter nach Berlin ging.
Der DB-Vorstandsvorsitzende Richard Lutz (l.) posierte neben dem Lokführer Martin Spiegelhauer, bevor es weiter nach Berlin ging.  © Nico Zeißler

HIER VERLÄSST DER SONDERZUG DEN LEIPZIGER HAUPTBAHNHOF ZUR WEITERFAHRT NACH BERLIN


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