Rucksack-Dieb verletzt Bahnmitarbeiter und spuckt um sich

Der 29-Jährige schnappte sich kurz nach dem Verlassen des Zuges einen Rucksack. Die Besitzerin hatte ihn kurz aus den Augen gelassen. (Archivbild)
Der 29-Jährige schnappte sich kurz nach dem Verlassen des Zuges einen Rucksack. Die Besitzerin hatte ihn kurz aus den Augen gelassen. (Archivbild)  © DPA

Leipzig - Ein couragierter Bahnmitarbeiter hat am Dienstagnachmittag einen dreisten Taschendieb am Leipziger Hauptbahnhof festgehalten. Der Dieb wehrte sich heftig und verletzte den Mann ernsthaft.

Der 29-jährige Marokkaner hatte sich den Rucksack einer 22-jährigen Frau am Bahnsteig geschnappt, nachdem er aus dem Zug aus Berlin ausgestiegen war.

Die Frau bemerkte den Diebstahl, schrie und lief hinter dem Dieb her. Einem Mitarbeiter der Bahn gelang es, den Flüchtigen noch am Bahnsteig zu stoppen.

Doch der 29-Jährige wehrte sich heftig. Er verletzte den Bahnmitarbeiter dabei so schwer, dass dieser in einem Krankenhaus behandelt werden musste.

Die eintreffenden Bundespolizisten und ein Polizist aus Berlin konnten den 29-Jährigen schließlich fixieren. Dieser wehrte sich weiter, bespuckte und beschimpfte die Beamten fortlaufend. Er wurde zur Dienststelle gebracht, wo er weiter randalierte und um sich spuckte.

Wie sich herausstellte, hatte der Marokkaner bereits im Zug von Berlin nach Leipzig versucht, einen Rucksack zu stehlen. Bei diesem Versuch war er allerdings am aufmerksamen Besitzer gescheitert. Wie die Polizei mitteilte, fiel er in der Vergangenheit bereits wegen verschiedener Eigentumsdelikte auf.

Ihn erwartet jetzt ein Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen schwerer Körperverletzung. Er wurde am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt.


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