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„Hells Angels“ laden zur Generalabrechnung

Leipzig - Nun haben auch die Rocker die Leipziger Buchmesse für sich entdeckt. Am Freitag präsentierte die Szene im Clubhaus der „Hells Angels“ ein Buch, das für viel Wirbel sorgen wird.
Wissenschaftsjournalistin und Sicherheits-Expertin Ulrike Heitmüller gehört zu den drei Autoren.
Wissenschaftsjournalistin und Sicherheits-Expertin Ulrike Heitmüller gehört zu den drei Autoren.

Von Alexander Bischoff

Leipzig - Nun haben auch die Rocker die Leipziger Buchmesse für sich entdeckt. Am Freitag präsentierte die Szene im Clubhaus der „Hells Angels“ ein Buch, das für viel Wirbel sorgen wird.

„Jagd auf die Rocker“ heißt der 467 Seiten starke Wälzer, den der Huber-Verlag am Abend mit einer zünftigen Rocker-Party in Leipzig vorstellte. Geschrieben von drei Insidern, die aus ganz unterschiedlichen Blickrichtungen auf diese von Legenden, Mythen aber auch Vorurteilen umwehte Subkultur schauen.

Da ist zum einen die Berliner Wissenschaftsjournalistin und Sicherheits-Expertin Ulrike Heitmüller (48). Sie sagt: „Ja es gibt Kriminalität in der Rockerszene und die Clubs sollten sich auch konsequenter von kriminellen Mitgliedern trennen, doch das rechtfertigt nicht die derzeit extreme Fixierung des Staates auf die Rocker.“

Lutz Schelhorn (59), seit 35 Jahren „Höllenengel“ und Präsident der Stuttgarter „Hells Angels“.
Lutz Schelhorn (59), seit 35 Jahren „Höllenengel“ und Präsident der Stuttgarter „Hells Angels“.

Im Buch beschreibt Heitmüller ausführlich die „Operation Monitor“ der europäischen Polizeibehörde Europol, die auch der deutschen Polizei als Leitfaden bei der „Bekämpfung“ der Rockerszene gilt. Sie deckt im Buch auf, wie Europol klammheimlich eine europaweite Rockerdatei aufbaut.

„Die Rockerszene ist für die zum ,Experimentierfeld‘ geworden, es geht Europol vorrangig um den Aufbau einer IT-Systematik zur Verbrechensbekämpfung“, glaubt Heitmüller.

Wie sich das auf die Szene auswirkt, beschreibt der zweite Autor - Lutz Schelhorn (59), seit 35 Jahren „Höllenengel“ und Präsident der Stuttgarter „Hells Angels“. „Wir sind vielleicht etwas verwilderte, aber doch dankbare Kinder der Demokratie. Ohne demokratische Rechte würden unsere Clubs gar nicht existieren“, sagt Schelhorn.

Im Buch beschreibt er die Auseinandersetzungen zwischen Staat und Rockerszene um Abzeichen- und Clubverbote. Aber auch ganz private Erfahrungen: „Meine Tochter hat kürzlich einen Job nicht bekommen, mit der Begründung, dass sie die Tochter eines ,Hells Angels‘ sei.“

Im Buch wird auch schonungslos erklärt, was in der Rockerszene schief läuft und immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen führt.
Im Buch wird auch schonungslos erklärt, was in der Rockerszene schief läuft und immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen führt.

Allerdings benennt Schelhorn im Buch auch schonungslos das, was in der Rockerszene schief läuft und immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen führt.

„Gremium, Bandidos und Hells Angels wissen, dass ihre Clubs mancherorts zu schnell gewachsen sind, dass alte, bewährte Regeln gebrochen und Leute aufgenommen wurden, die eigentlich nicht zu uns gehören.“

Männer seien Mitglieder geworden, denen es nicht um die Freiheit auf zwei Rädern geht, sondern die die Bruderschaft als „starke Wand“ hinter sich wissen wollten „zur Absicherung irgendwelcher Geschäfte“. Derzeit, so Schelhorn zu MOPO24, laufe in der Szene ein „Prozess der Selbstreinigung“.

Dritter im Autoren-Bunde ist der Stern-Journalist und Egon-Erwin-Kisch-Preisträger Kuno Kruse (62), der seit Jahren aus der Szene berichtet und vor seiner Leipzig-Visite den einst mächtigsten Rocker Deutschlands in seinem spanischen Zwangs-Exil besuchte.

Kuno Kruse (li.) und seine Autoren-Kollegen stellen ab 19 Uhr im „Hells Angels“-Clubhaus das Buch vor, bereits am Donnerstag war Presse-Präsentation.
Kuno Kruse (li.) und seine Autoren-Kollegen stellen ab 19 Uhr im „Hells Angels“-Clubhaus das Buch vor, bereits am Donnerstag war Presse-Präsentation.

„Frank Hanebuth saß zwei Jahre in Untersuchungshaft und darf auch heute Spanien nicht verlassen - eine Anklage gibt es nicht und sein Verteidiger weiß noch immer nicht, was man Hanebuth eigentlich konkret vorwirft“, berichtet Kruse.

An mehreren Beispielen beleuchtet er im Buch die Rolle der Justiz und der Medien im Umgang mit der Rockerszene. Dabei versucht Kruse zu ergründen, was sich an Kriminalitätsvorwürfen tatsächlich erwiesen und was sich am Ende nicht bestätigt, gar als Lügenkonstrukt übereifriger Ermittler oder vermeintlicher Insider offenbart hat.

Auch mit seinen Berufskollegen geht der Journalist, der einst die „taz“ mit gründete, zudem lange bei „Zeit“ und „Spiegel“ gearbeitet hat, hart ins Gericht. Kruse: „Wenn Journalisten heute über Rocker berichten, dann sind ihre Quellen fast ausschließlich Polizeibehörden, kaum einer macht sich noch die Mühe und recherchiert vor Ort bei den Clubs.“

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