Mitarbeiter in Autoherstellung vor Kopf gestoßen: IG Metall ruft zu Streik auf

Leipzig - Nachdem die Tarif-Verhandlungen am gestrigen Montag für Arbeiter im Kfz-Gewerbe in Berlin, Brandenburg und Sachsen ergebnislos blieben, ruft die Industriegewerkschaft (IG) Metall zum Streik auf.

Im Vorfeld der Tarifverhandlungen am Montag hatten sich einige Mitarbeiter vor dem Verhandlungsort versammelt, um ihre Forderungen deutlich zu machen.
Im Vorfeld der Tarifverhandlungen am Montag hatten sich einige Mitarbeiter vor dem Verhandlungsort versammelt, um ihre Forderungen deutlich zu machen.  © Screenshot/ Facebook, IG Metall Jugend Leipzig

Am Mittwoch, den 5. Juni, ruft die Gewerkschaft alle beschäftigten der Autohäuser Audi, BMW, Volkswagen, MAN und des Mercedes-Benz Stern Auto Centers dazu auf, ihre Arbeit niederzulegen. "Es geht um Wertschätzung und faire Teilhabe im Kfz-Handwerk", so die IG Metall.

Eine gemeinsame Demonstration von der Richard-Lehmann-Straße zum Völkerschlachdenkmalt soll die Forderungen der Mitarbeiter verdeutlichen.

Die Gewerkschaft setzt sich dafür ein, Kfz-Beschäftigten fünf Prozent mehr Lohn zuzugestehen und die Vergütung für Auszubildende um 60 Euro anzuheben.

"Es geht um die Wertschätzung der Arbeit und die faire Beteiligung der Beschäftigten an den Unternehmenserträgen. Qualität hat eben ihren Preis. Die Tarifbindung erhöht die Attraktivität der Arbeitgeber und muss zum Gütesiegel der Branche werden. Nur so lassen sich die hausgemachten Nachwuchsprobleme perspektivisch lösen", so Steffen Reißig von der IG Metall Leipzig.

Die Gewerkschaft rechnet mit etwa 250 Demonstrations-Teilnehmern.

Titelfoto: Screenshot/ Facebook, IG Metall Jugend Leipzig

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