Ladenbesitzer fordern: Stadt soll sich um Aggro-Bettler kümmern

Aggressive Bettler vor Ladeneingängen sind geschäftsschädigend, sagen IHK und Handwerkskammer zu Leipzig.
Aggressive Bettler vor Ladeneingängen sind geschäftsschädigend, sagen IHK und Handwerkskammer zu Leipzig.  © Ralf Seegers

Leipzig - Den Händlern und Handwerkern in Leipzig reicht es. Sie sind genervt von den aggressiven Bettlern, die sich vor ihren Läden tummeln. Handwerkskammer und IHK machen klar: Die Stadt muss etwas dagegen tun.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Handwerkskammer zu Leipzig haben sich in letzter Zeit vermutlich genügend Beschwerden ihrer Mitglieder angehört.

Gemeinsam kritisieren sie die derzeitigen Zustände: Aggressiv bettelnde Menschen belagern und verfolgen die Kunden demnach in den Ladeneingängen.

"Dass es Menschen in Not gibt, die Hilfe erfahren müssen, darüber herrscht sicher Einigkeit. Einem geschäftsschädigenden Verhalten muss jedoch Einhalt geboten werden", fordern die Kammern.

Als Lösung schlagen sie eine Hotline beim Ordnungsamt vor. Ein konkreter Ansprechpartner soll sich um die Nöte der betroffenen Unternehmer kümmern. Außerdem fordern beide Kammern eine sichtbare und dauerhafte Präsenz der Ordnungsbehörden an den bekannten Schwerpunkten.

"Es gehört zu den öffentlichen Aufgaben der Stadt, für Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit zu sorgen", stellen die Kammern klar. Es könne nicht Aufgabe der Gewerbetreibenden sein, dafür private Sicherheitsunternehmen zu finanzieren. Dies sei gerade für kleine Betriebe existenzbedrohend.

Jetzt ist die Stadt am Zug.

Titelfoto: Ralf Seegers, DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0